Blumen und Kerzen vor dem Walmart in El Paso, in dem ein Schütze mehrere Menschen erschoss. | Bildquelle: AFP

Vorwurf von Kritikern Trump-Rhetorik fördert Gewaltausbrüche

Stand: 05.08.2019 19:01 Uhr

Landesweit sorgt US-Präsident Trump mit seiner Wortwahl nach Massakern wie in El Paso oder Dayton für Irritationen. Seine schärfsten Kritiker werfen Trump vor, seine Rhetorik ermutige Attentäter.

Von Torben Ostermann, ARD-Studio Washington

Es ist teilweise sogar die gleiche Wortwahl: Um den Bau einer Mauer an der amerikanisch-mexikanischen Grenze zu begründen, sprach US-Präsident Donald Trump häufiger von "hispanischen Invasoren", vor denen sich Amerika schützen müsse. "Hispanische Invasoren" - dieser Begriff findet sich auch in dem rassistischen Manifest wieder, das dem Attentäter von El Paso zugerechnet wird. Hunderte Meilen soll der 21-jährige Täter gefahren sein, um sein rassistisches Hassverbrechen zu verüben. In eben jene Stadt, die nur wenige Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt ist.

Nach den US-Massakern - politische Debatte um Trumps Einfluss
tagesthemen 22:05 Uhr, 05.08.2019, Kerstin Klein, ARD Washington

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Kritik an Schweigen und Wortwahl

Landesweit wird Trump nun für seine Rhetorik, seine Wortwahl und sein Schweigen nach solchen Taten kritisiert. So auch von Jonathan Greenblatt von der Anti-Defamation League, einem Verband, der unter anderem zu fanatischer Sprache arbeitet.

"Für einen viel zu langen Zeitraum benutzt er diese Sprache, spricht von Invasoren, Vergewaltigern, Mördern, offenen Grenzen. Das ist die Sprache weißer Rassisten. Die Idee, dass das von unserem Präsidenten kommt, ist schockierend."

31 Menschen sind an am vergangenen Wochenende bei den beiden Massakern getötet worden. 22 in El Paso, Texas, und neun in Dayton, Ohio. Seitdem wird in den USA wieder diskutiert, selbstverständlich über Waffengewalt - aber mindestens genauso lautstark über Rassismus und die Sprache des US-Präsidenten. Zahlreiche Demokraten werfen Trump vor, mit seiner aggressiven Wortwahl Hass zu schüren und Gewalt zu begünstigen.

Konsequenzen des Gesagten

Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Kamala Harris sagte, dass das, was Trump als Präsident sagt, nun einmal Konsequenzen habe. Ähnlich äußerte sich auch der Demokrat Tim Ryan aus Ohio. Ihn erschrecke, wie gleichlautend die Sprache des mutmaßlichen Attentäters von El Paso mit der des Präsidenten sei. Vor allem, wenn Trump zu seinen Anhängern spricht oder twittert.

Erst vergangene Woche fand in Ohio eine Trump-Wahlkampfveranstaltung statt. Diese Auftritte laufen stets nach dem gleichen Muster ab: Der Präsident betont die angeblich großen Erfolge seiner Politik. Dann wechselt er in den Angriffsmodus. Er beleidigt die Herausforderer der demokratischen Partei, Zuwanderer oder andere vermeintliche Gegner Amerikas. Das kommt beim Publikum gut an.

Jan Philipp Burgard, ARD Washington, über das politische Klima in den USA
tagesthemen 22:05 Uhr, 05.08.2019

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Erhöhter Druck auf Trump

Nach den beiden Massakern vom Wochenende äußerte sich Trump zunächst nur auf Twitter. Er kondolierte den Bürgern von Texas und Ohio und kündigte an, für die Opfer beten zu wollen. Den Täter von El Paso bezeichnete er als "seelisch kranken Mann". Kein Wort zu dem mutmaßlich rassistischen Hintergrund seiner Tat. Das sei fatal, so Greenblatt von der Anti-Defamation League.

"Dadurch, dass der Präsident nichts dazu sagt, sendet er eine Botschaft. Er könnte noch heute Klarheit schaffen. Aber das wäre aus meiner Sicht zu spät. Die Botschaften, die er seit Jahren sendet, ermutigen doch erst diese Menschen."

Die Taten vom Wochenende dürften den Druck auf Trump erhöhen. Er wird sich den Vorwurf gefallen lassen müssen, mit seiner Sprache zur Polarisierung in den USA beizutragen. In seiner Ansprache an die amerikanische Bevölkerung am Vormittag verurteilte Trump jedenfalls Rassismus und Hass-Verbrechen.

Was trägt Trumps Rhetorik zu den Gewaltausbrüchen bei?
Torben Ostermann, ARD Washington
05.08.2019 18:07 Uhr

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