US-Präsident Trump in Brüssel | Bildquelle: dpa

Trump und Russland Eine Frage der Taktik

Stand: 03.08.2018 18:37 Uhr

Beim Vorwurf der Wahlmanipulation durch Russland widersprechen sich US-Sicherheitsdienste und Trump. Das sagt wenig darüber aus, was wirklich geschah - aber viel über politische Taktik.

Von Arthur Landwehr, ARD-Studio Washington

Im Weißen Haus weiß anscheinend die Rechte nicht, was die Linke tut. Und wenn es um Hackerangriffe aus Russland geht, wenn mit gefälschten Konten in den sozialen Medien Wahlen manipuliert werden, dann widersprechen sich die Sicherheitsdienste und der Präsident so direkt, dass man auch bei bestem Willen keinen Zusammenhang erkennt.

Die versammelten Chefs der Geheim- und Sicherheitsdienste haben im Weißen Haus die russischen Cyberangriffe als reale Bedrohung an die Wand gemalt. Die Demokratie selbst stehe im Fadenkreuz, so die Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen.

Demian von Osten, WDR, über die Vorwürfe gegen Russland
tagesthemen 21:45 Uhr, 03.08.2018

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Trump spricht von Schwindel

Doch nur wenige Stunden später nennt der Präsident bei einer Wahlkampfrede diese Analysen "Schwindel".

Er berichtet dem jubelnden Publikum von seinem Treffen mit Wladimir Putin in Helsinki. Es sei toll gewesen. Man habe sich verstanden - und das sei bitteschön eine gute Nachricht.

Kein Wort über die Inhalte, kein Wort darüber, dass er wegen seiner laschen Haltung gegenüber Putin heftig kritisiert wurde.

Keine Ahnung, was die beiden besprochen haben, sagt Geheimdienstchef Dan Coats bei der Pressekonferenz. Es ist ein bisher ungekannter Vorgang, dass Gespräche zwischen Staatschefs nicht mit den Geheimdiensten nachbereitet werden. Gleichzeitig unterstreicht er, dass der Präsident die Order gegeben habe, Cyberangriffe aus Russland abzuwehren.

Alles nur aufgebauscht?

Was aber stimmt nun? Gibt es gezielte Angriffe auf die anstehenden Wahlen, eine gezielte Manipulation der Wähler und gehackte Wahlcomputer? Oder ist alles nur aufgebauscht?

Klar ist, dass ein so prominenter Auftritt der Geheimdienstelite im Weißen Haus nicht ohne Wissen des Präsidenten passiert - oder sogar durch dessen Initiative zustande kam. Die Pressekonferenz wird live übertragen, alle Medien berichten, die Politik und die politische Öffentlichkeit sind zufrieden. Ein schwaches Amerika, so der republikanische Senator Richard Burr, sei gut für Russland. Dem werde nun etwas entgegengesetzt.

Pressekonferenz mit Geheimdienstvertretern im Weißen Haus. | Bildquelle: REUTERS
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Pressekonferenz der Geheimdienstvertreter: Im Widerspruch zu Trump

Trump bleibt seiner Marke treu

Trump aber bedient eine andere Klientel. Er bleibt seiner Marke und seinen Methoden treu. Seine Botschaft lautet: Ich mache das schon. Ich habe die Kontakte, mache die Deals. Das was in Washington geredet wird, sei "Schwindel". Wörtlich sagt er "Hoax". Er benutzt das Wort immer wieder. Er verwendet Formulierungen, die sein Publikum kennt. Das vertraut der politischen Elite nicht, wohl aber Trump.

Die politische Taktik unmittelbar vor den Kongresswahlen wird damit deutlich. Unklar bleibt, ob die Beteiligten, hier die Geheimdienste, Teil dieser politischen Taktik sind oder Marionetten, die Trump für sich auftreten lässt, um sie dann vor den Kopf zu stoßen.

US-Regierung warnt vor Wahlbeeinflussung von Russland
tagesschau 20:00 Uhr, 03.08.2018, Stefan Niemann, ARD Washington

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Präsident und Geheimdienste mit gegensätzlicher Haltung gegenüber Russland
Arthur Landwehr, ARD Washington
03.08.2018 17:55 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. August 2018 um 17:00 Uhr.

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