US-Präsident Donald Trump spricht vor dem Weißen Haus anlässlich des Unabhängigkeitstags. | Bildquelle: AP

Spenden im US-Wahlkampf Eine Milliarde Dollar für Trump

Stand: 06.08.2020 09:12 Uhr

Mehr als eine Milliarde Dollar Spenden hat der republikanische US-Präsident Donald Trump bislang für den Präsidentschaftswahlkampf erhalten. Auch Herausforderer Joe Biden verzeichnet Rekordeinnahmen.

Im Wahlkampf hat US-Präsident Donald Trump eigenen Angaben zufolge die Grenze von einer Milliarde US-Dollar Spendengelder überschritten. Allein im Juli seien 165 Millionen Dollar eingegangen, soviel wie in keinem Monat zuvor - auch nicht bei der Wahl 2016, erklärte Trumps Kampagne. Damit stieg der Gesamtbetrag der bisher eingesammelten Spenden für die Republikaner auf 1,1 Milliarden US-Dollar.

Auch bei Trumps demokratischem Herausforderer Joe Biden gehen monatlich Hunderte Millionen Dollar auf dem Wahlkampfkonto ein. Im Juli wurden laut der Demokraten 140 Millionen Dollar Spenden überwiesen, ähnlich viel wie im Monat davor (141 Millionen) - und damit den zweiten Monat in Folge etwas mehr als Trump und die Republikaner.

Der Präsident sammelt aber schon wesentlich länger als Biden hohe Spenden ein, zumal es seit langem als sicher galt, dass er sich für die Republikaner um eine zweite Amtszeit bewerben würde. Biden musste sich zunächst gegen viele Rivalen durchsetzen und wird formell erst diesen Monat zum Kandidaten der Demokraten nominiert. Die hohen Spendensummen für beide Kandidaten zeigen, wie umkämpft die Wahl vom 3. November ist. Trotz der Coronavirus-Pandemie und zuletzt sehr schlechter Umfragewerte für Trump ist die Wahl längst nicht entschieden.

Republikaner wollen Briefwahl verhindern

Zudem kämpft Trump noch an einer weiteren Front um das Amt des Präsidentenamtes. So hatte sein Wahlkampf-Team den Bundesstaat Nevada wegen der Pläne zur Stimmabgabe per Brief bei der Präsidentenwahl am 3. November verklagt. Die Klage vor einem Bundesgericht richtet sich gegen ein neues Gesetz Nevadas, nach dem jeder registrierte Wähler einen Stimmzettel zugeschickt bekommen soll, den er ausgefüllt in die Post geben kann. Damit sei ein Wahlbetrug unvermeidlich, erklärten die Kläger.

Trump nannte am Mittwoch die Pläne Nevadas eine Katastrophe und erklärte, die US-Post sei nicht in der Lage, Millionen von verschickten Wahlzetteln zu bewältigen. In vielen Staaten haben die Wahlleiter wegen der Pandemie Wähler aufgefordert, ihre Stimme per Post abzugeben. Experten gehen davon aus, dass Wahlbetrug gleich welcher Art in den USA sehr selten vorkommt. Vor rund einer Woche brachte Trump angesichts möglicher Briefwahlen sogar eine Verschiebung der US-Wahlen ins Gespräch. Über Twitter lies er verlauten, dass die Briefwahl inmitten der Corona-Krise die Wahlen zu den "fehlerhaftesten und betrügerischsten" in der US-Geschichte machen könnte.

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