Nato-Mission-Irak:  Jens Stoltenberg in Bagdad | Bildquelle: AFP

Spannungen im Nahen Osten NATO zieht Teil der Soldaten aus dem Irak ab

Stand: 07.01.2020 16:57 Uhr

Nach der Bundeswehr reagiert nun auch die NATO: Wegen der Spannungen im Nahen Osten zieht das Militärbündnis einen Teil ihrer Soldaten zeitweise aus dem Irak ab. Knapp 500 NATO-Soldaten sind derzeit dort stationiert.

Angesichts der Spannungen im Nahen Osten zieht die NATO einen Teil ihrer Soldaten zeitweise aus dem Irak ab. Das bestätigte ein Sprecher des Militärbündnisses. Es würden "alle notwendigen Vorkehrungen zum Schutz unserer Mitarbeiter" getroffen. "Dazu gehört die vorübergehende Verlegung einiger Mitarbeiter an verschiedene Standorte innerhalb und außerhalb des Irak", so der Sprecher. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Bereits am Wochenende hatte die NATO entschieden, die Ausbildungsarbeit zunächst auszusetzen. Die Mission laufe aber grundsätzlich weiter, hatte ein Sprecher betont. Insgesamt sind knapp 500 Soldaten verschiedener NATO-Länder sowie von Partnerstaaten wie Australien, Finnland und Schweden daran beteiligt. Sie schulen irakische Militärausbilder und helfen beim Aufbau von Militärschulen. Die Bundeswehr ist an diesem Einsatz nicht beteiligt.

Bundeswehr verlegt Soldaten

Am Sonntag hatte das Parlament im Irak für eine Resolution gestimmt, nach der die Regierung den Abzug aller ausländischen Truppen im Land einleiten soll, die Teil des US-geführten Bündnisses zum Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" sind.

Die Bundeswehr zog ihre im Zentralirak eingesetzten Soldaten bereits am Dienstag ab. Insgesamt 35 Soldaten wurden aus Tadschi sowie Bagdad nach Jordanien und Kuwait geflogen. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigte aber, Deutschland wolle gemeinsam mit seinen Partnern an dem internationalen Anti-IS-Einsatz festhalten. 

NATO und Bundeswehr ziehen Teile der Einheiten aus dem Irak ab
tagesthemen 22:15 Uhr, 07.01.2020, Martin Schmidt, ARD Berlin

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Verwirrung um Brief aus dem Pentagon

Die US-Regierung betonte hingegen, dass sie ihre Truppen nicht aus dem Irak abziehen will. Zuvor hatte ein Brief aus dem Pentagon für Verwirrung gesorgt, der in der irakischen Hauptstadt Bagdad eingegangen war. Darin kündigte das US-Militär an, Truppen, die im Irak stationiert sind, in den kommenden Tagen und Wochen umzugruppieren. Man respektiere die souveräne Entscheidung des Irak, den Abzug der US-Soldaten zu verlangen, heißt es im letzten Satz.

Verteidigungsminister Mark Esper erklärte jedoch: Es sei keine Entscheidung über einen Abzug aus dem Irak gefallen. Der Chef des Generalstabs, Mark Milley, sagte, das Schreiben sei lediglich ein Entwurf gewesen, ohne Unterschrift. Es sei ein Fehler, dass der Brief in Bagdad überhaupt angekommen ist.

Nach Informationen des Fernsehsenders NBC sollen nur einige Hundert militärische Ausbilder und Beschäftigte der Verwaltung aus Sicherheitsgründen vorübergehend den Irak verlassen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 07. Januar 2020 um 15:00 Uhr.

Darstellung: