Gedenkveranstaltung für die Opfer des Tsunamis 2004 an einer Zugstrecke in Sri Lanka | Bildquelle: B.Musch-Borowska, ARD

Gedenken an Tsunami-Opfer Blumen an der Bahnstation

Stand: 26.12.2019 11:37 Uhr

Gebete, Ansprachen und die Hoffnung, dass die Frühwarnsysteme in Zukunft funktionieren, prägen das Gedenken 15 Jahre nach dem Tsunami im Indischen Ozean. An einer kleinen Bahnstation in Sri Lanka erinnern Blumen an die Todesopfer.

Von Bernd Musch-Borowska, ARD-Studio Südasien

Pünktlich um 9.20 Uhr Ortszeit hielt der Expresszug nach Galle an dem kleinen an der Südwestküste Sri Lankas. Der Lokführer und der Schaffner legten am Tsunami-Gedenkstein am nahe gelegenen Strand Blumengebinde nieder - für ihre Kollegen und die Passagiere, die hier vor 15 Jahren Opfer des Tsunamis geworden waren.

Mehr als 1300 Menschen waren am 26. Dezember 2004 ums Leben gekommen, als der Zug von der Tsunami-Welle erfasst und wie eine Spielzeugeisenbahn weggespült wurde. Die Waggons lagen danach zwischen den Häusern und Palmen des kleinen Ortes Hikkaduwa.

In dem kleinen Tsunami-Museum, gleich um die Ecke, sind Fotos der Katastrophe ausgestellt.

Tsunami vor 15 Jahren: Gedenken in Sri Lanka
tagesschau 11:10 Uhr, 26.12.2019, Sybille Licht, ARD Neu-Delhi

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Frühwarnsysteme installiert

Mit einer buddhistischen Zeremonie am Strand und Ansprachen verschiedener Lokalpolitiker wurde der Opfer gedacht. Rund 30.000 Menschen waren allein in Sri Lanka ums Leben gekommen, als der durch ein Erdbeben vor der indonesischen Insel Sumatra ausgelöste Tsunami die Küstenregionen rund um den Indischen Ozean überflutete. Insgesamt waren damals mehr als 230.000 Menschen Opfer der Flutwelle geworden.

In der indonesischen Provinz Aceh, wo die meisten Menschen ums Leben kamen, versammelten sich Hinterbliebene an den Gräbern ihrer Angehörigen. In Siron, wo mindestens 47.000 Opfer in Massengräbern bestattet wurden, beteten sie und streuten Blumen auf die Gräber.

"Die Menschen waren traumatisiert"

Seitdem wurden Tsunami-Frühwarnsysteme aufgebaut und regelmäßige Übungen sollen die Bewohner der Küstenregionen vor künftigen Katastrophen dieser Art bewahren.

So viele Opfer wie damals würde es heute nicht mehr geben, so Sugath Dissanayaka, vom Katastrophenschutz Zentrum in Colombo. Die Bevölkerung sei heute besser vorbereitet:

"Vor dem Tsunami vor 15 Jahren hatten wir überhaupt keinen Katastrophenschutz in unserem Land. Infolge dessen gab es mehr als 30.000 Opfer in Sri Lanka und Sachschäden in Milliardenhöhe. Und die Menschen in den Küstenregionen waren traumatisiert. Die Regierung hat deshalb nach der Katastrophe ein Katastrophenschutzprogramm aufgebaut. Heute wissen alle Menschen in Sri Lanka, was Katastrophenschutz bedeutet. Wir machen regelmäßige Katstrophenschutzübungen, auch mit entsprechenden Behörden aus anderen Ländern."

Reicht der Schutz heute aus?

Insgesamt 400 Millionen Dollar hatten die betroffenen Länder rund um den Indischen Ozean damals in ein verbessertes Tsunami-Warnsystem mit Messbojen und Seismometern investiert. In gefährdeten Regionen wurden Warntürme und Schutzbunker gebaut.

Doch ein Großteil der Technik sei längst nicht mehr auf dem modernsten Stand, kritisieren Experten. Für einen umfassenden Schutz der Bevölkerung in Tsunami-gefährdeten Küstenregionen fehlt offenbar das Geld.

Sri Lanka - Gedenkfeier für Tsunami-Opfer in Hikkaduwa
Bernd Musch-Borowska, ARD Neu-Delhi
26.12.2019 10:21 Uhr

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Flucht vor der Welle: Private Videoaufnahmen der Familie Kühn vom 26.12.2004

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Dezember 2019 um 12:00 Uhr.

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