Bei einer heftigen Explosion nahe der Stadt Diyarbakir im Südosten der Türkei sind vier Menschen getötet worden.

Militär gegen PKK Viele Tote bei Gefechten in Südosttürkei

Stand: 13.05.2016 09:52 Uhr

Bei Einsätzen des türkischen Militärs gegen Stellungen der PKK sind acht Soldaten und sechs Kämpfer der verbotenen Arbeiterpartei PKK getötet worden. Das teilte die türkische Armee mit. Schon in der Nacht wurden PKK-Kämpfer bei einer Explosion in der Südosttürkei getötet.

Bei schweren Gefechten in der Südosttürkei sind nach Angaben der Armee mindestens sechs Soldaten und sechs Kämpfer der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK getötet worden. Medienberichten zufolge kamen dabei noch mehr PKK-Kämpfer ums Leben. Zusätzlich seien die beiden Piloten eines Kampfhubschraubers ums Leben gekommen, der bei den Gefechten vermutlich wegen eines technischen Defekts abgestürzt sei, teilten die Streitkräfte mit. Acht Soldaten seien bei den Zusammenstößen verletzt worden.

Die Kämpfe seien am frühen Freitagmorgen nahe einer Militärbasis in Cukurca in der Provinz Hakkari ausgebrochen, die an den Nordirak angrenzt, teilte die Armee weiter mit. Der Einsatz gegen die PKK in der Gegend dauere an. Bodentruppen würden von Kampfjets, Kampfhubschraubern und Drohnen unterstützt.

Explosion im Südosten der Türkei

In der Nacht wurden bei einer Explosion nahe der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir nach Angaben der Regierung vier PKK-Kämpfer getötet. Das berichten die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters übereinstimmend. Zu der Detonation sei es gekommen, als PKK-Kämpfer Sprengstoff auf einen gestohlenen Lastwagen geladen hätten, teilte das Innenministerium mit. Mindestens zehn Menschen seien bei dem Vorfall in Sarikamis rund 15 Kilometer entfernt von Diyarbakir verletzt worden.

Seit dem Zusammenbruch eines Waffenstillstands im vergangenen Sommer gibt es im überwiegend von Kurden bewohnten Südosten der Türkei regelmäßig Kämpfe zwischen PKK-Rebellen und der Armee. Dabei wurden bereits Tausende Extremisten und Hunderte Zivilisten getötet.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 13. Mai 2016 um 06:03 Uhr

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