Wasser strömt an abgerissenen Bäumen vorbei. | Bildquelle: AP

Überschwemmungen in Südindien "Nie dagewesenes Flutchaos"

Stand: 13.08.2018 08:34 Uhr

Bei schweren Überschwemmungen sind in Südindien Berichten zufolge mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende flohen aus ihren Häusern. Die Behörden mussten erstmals alle Dämme in Kerala öffnen.

Im südindischen Kerala sind in Folge von schweren Überschwemmungen und Erdrutschen mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die "Times of India". Sechs Menschen werden demnach noch vermisst.

Eine Frau sitzt auf einer Bank in ihrem Haus - das Wasser ist bis zum Fenster gestiegen. | Bildquelle: AFP
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Zehntausende Häuser in Kerala wurden überflutet.

Zuvor hatte die Regierung von Kerala mitgeteilt, dass etwa 36.000 Menschen aus ihren Häusern geflohen seien. Der wegen seiner Traumstrände und malerischen Teeplantagen bei Touristen beliebte Bundesstaat leidet in diesem Jahr unter besonders heftigen Monsun-Regenfällen. An der Malabar-Küste mussten 54 Touristen in Sicherheit gebracht werden.

Arbeit an Speicherseen

Um Dammbrüche zu vermeiden, mussten die Behörden zudem bei zahlreichen Speicherseen Wasser ablassen. "Zum ersten Mal in der Geschichte mussten 27 Dämme im Staat geöffnet werden", erklärte Keralas Regierungschef Pinarayi Vijayan dem Sender CNN.

"Unser Staat befindet sich mitten in einem nie dagewesenen Flutchaos", schrieb Vijayan auf Twitter.

Über dieses Thema berichtete am 13. August 2018 tagesschau24 um 12:00 Uhr und Deutschlandfunk um 13:00 Uhr.

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