Der russische Tanker "Nika Spirit" soll nach ukrainischen Angaben in einem Donauhafen festgesetzt worden sein. | Bildquelle: REUTERS

Vorfall im Schwarzen Meer Ukraine setzt russischen Tanker fest

Stand: 25.07.2019 16:54 Uhr

Die Ukraine hält nach eigenen Angaben den russischen Tanker "Nika Spirit" in einem Donauhafen fest. Die Behörden wollen Beweismittel zu einem Vorfall vor der Halbinsel Krim sichern. Moskau spricht von einer "Provokation".

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben den russischen Tanker "Nika Spirit" in einem Donauhafen festgesetzt. Das Schiff soll von den ukrainischen Behörden in dem Hafen Ismail im Schwarzen Meer durchsucht worden sein. Der Tanker werde in dem Hafen in der Region Odessa festgehalten.

Laut Ukraine hatte das Schiff vergangenes Jahr an einer Blockade von drei ukrainischen Militärbooten vor der durch Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim teilgenommen. Das teilte der ukrainische Geheimdienst SBU mit. Moskau hatte die Besatzung der ukrainischen Boote damals festnehmen lassen.

Die Ermittler sollen nun auf der "Nika Spirit" nach Dokumenten, Funkaufzeichnungen und Bordbüchern suchen, die den Zwischenfall vom November 2018 belegen könnten. Besatzungsmitglieder sollen zudem verhört werden. Dabei geht es unter anderem auch um die angebliche Umbenennung des Tankers - er solle zum betreffenden Zeitpunkt "Nejma" geheißen haben. Die Besitzerfirma ist auf der Krim registriert und steht seit März 2019 auf einer Sanktionsliste der Ukraine.

Demian von Osten, ARD Moskau, zur Durchsuchung eines russischen Tankers
tagesschau 17:00 Uhr, 25.07.2019

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Russland prüft Vorgang

Russland nannte die Festsetzung des Tankers eine "Provokation". Verhandlungen über die Freilassung der vergangenes Jahr festgesetzten ukrainischen Matrosen seien nun gefährdet. "Wir prüfen, was passiert ist, um angemessene Maßnahmen zu ergreifen", sagte ein Sprecher des russischen Außenministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Sollten Russen als "Geiseln" gehalten werden, würde dies als schwerste Verletzung internationalen Rechts erachtet, und "mit zügigen Konsequenzen würde zu rechnen sein", sagte der Sprecher.

Ukrainische Behördenmitarbeiter überprüfen die Papiere der russischen Besatzung auf der "Nika Spirit". | Bildquelle: REUTERS
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Ukrainische Behördenmitarbeiter überprüfen die Papiere der russischen Besatzung auf der "Nika Spirit".

Stopp ukrainischer Schiffe im November 2018

Russlands Grenzschutz hatte im November 2018 drei ukrainische Schiffe auf dem Weg zum Schwarzen Meer ins Asowsche Meer gewaltsam gestoppt. An Bord waren 24 Besatzungsmitglieder. Der Internationale Seegerichtshof in Hamburg hat im Mai 2019 angeordnet, dass die ukrainischen Seeleute sofort freigelassen werden. Russland jedoch will die Besatzungsmitglieder wegen Grenzverletzung bestrafen. Bis zu sechs Jahre Haft drohen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. Juli 2019 um 17:00 Uhr.

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