Busse mit pro-russischen Gefangenen wartet im Osten der Ukraine auf die Weiterreise | Bildquelle: REUTERS

Ukraine-Konflikt Die Gefangenen kehren heim

Stand: 29.12.2019 10:52 Uhr

Es ist ein Zeichen der Hoffnung im Ukraine-Konflikt: Im Osten des Landes haben die Konfliktparteien begonnen, Gefangene auszutauschen. Am Ende sollen alle Gefangenen heimkehren.

Rund drei Wochen nach dem Ukraine-Gipfel in Paris hat in der Ostukraine ein umfangreicher Gefangenenaustausch zwischen Separatisten und der ukrainischen Regierung begonnen. Das teilte das Präsidialamt in Kiew mit. Am Kontrollposten Majorske in der Region Donezk standen Busse mit den Gefangenen und warteten auf das Signal zur Überfahrt.

Dem Plan nach sollen sämtliche Gefangene in ihre Heimat zurückkehren. Nach Angaben der Separatisten wollten diese 55 Gefangene freigeben, die Ukraine 87 Festgenommene. Bis zuletzt hatte es aber offenbar Diskussionen darüber gegeben, welche Gefangenen übergeben werden sollten, berichtete der Beauftragte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE), Martin Sajdik.

Gefangenenaustausch zwischen Separatisten und ukrainischer Regierung
tagesschau 12:05 Uhr, 29.12.2019

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Annäherung in Paris

Der Austausch setzt eine Vereinbarung um, die auf dem Ukraine-Gipfel in Paris Anfang des Monats getroffen worden war. Dort hatten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der russische Präsident Wladimir Putin gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel über Wege aus dem Stillstand in dem seit fünf Jahren andauernden Konflikt gesucht. Ein Durchbruch gelang ihnen dabei zwar nicht. Das Treffen an sich sowie die Vereinbarung über den Austausch wurde jedoch von Beobachtern als Fortschritt gewertet.

Einen ersten Gefangenenaustausch hatte es Anfang September gegeben. Damals tauschten die Ukraine und Russland jeweils 35 Gefangene aus. Im November gab Russland der Ukraine dann drei Marineschiffe zurück, die die russische Küstenwache ein Jahr zuvor in der Straße von Kertsch beschlagnahmt hatte.

In dem Konflikt zwischen ukrainischen Truppen und den prorussischen Rebellen wurden in den vergangenen fünf Jahren etwa 13.000 Menschen getötet. Die Regierung in Kiew und der Westen werfen Russland vor, die Separatisten finanziell und durch Waffenlieferungen zu unterstützen. Moskau weist dies zurück.

Gefangenenaustausch zwischen Ukraine und prorussischen Separatisten
Martha Wilczynski, ARD Moskau
29.12.2019 12:34 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 29. Dezember 2019 die tagesschau um 10:45 Uhr und tagesschau24 um 11:00 Uhr.

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