UN-Generalversammlung | Bildquelle: AP

UN-Generaldebatte Guterres will einen, Trump attackiert

Stand: 22.09.2020 17:44 Uhr

Zu Beginn der UN-Generaldebatte hat Generalsekretär Guterres für mehr internationale Zusammenarbeit geworben und vor einem Kalten Krieg zwischen China und den USA gewarnt. US-Präsident Trump attackierte Peking scharf.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat in seiner Eröffnungsrede zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung eine düstere Einschätzung zur Lage der Welt abgegeben. Eine epochaler Gesundheitsnotstand, ein wirtschaftlicher Niedergang und Verluste von Arbeitsplätzen wie seit der Weltwirtschaftskrise nicht setzten der Welt ebenso zu wie die Gefahr eines neuen Kalten Krieges zwischen den USA und China, sagte er.

Beginn der UN-Generaldebatte in New York
tagesschau 20:00 Uhr, 22.09.2020, Christiane Meier, ARD New York

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Das Coronavirus habe die Welt in diesem Jahr in die Knie gezwungen, aber das sei nur eine Generalprobe für die gewaltigen Herausforderungen, die noch bevorstünden. Guterres warnte erneut vor einer Eskalation des Konflikts zwischen den USA und China: "Unsere Welt kann sich keine Zukunft leisten, in der die zwei größten Volkswirtschaften den Globus spalten."

US-Präsident wiederholt Vorwürfe gegen China

US-Präsident Donald Trump erhob in seiner Videobotschaft schwere Vorwürfe an China: Peking sei verantwortlich für die Corona-Pandemie, die UN müssten China zur Verantwortung ziehen.

UN-Generalversammlung | Bildquelle: dpa
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US-Präsident Trump gab sich in seiner vorher aufgezeichneten Rede alles andere als diplomatisch.

Trump nannte den Erreger das "China-Virus". Das Land habe die Welt über die Gefährlichkeit der Krankheit Covid-19 in die Irre geführt, etwa als es die Mensch-zu-Mensch-Übertragung verschwiegen habe. Zudem habe China zu Beginn der Pandemie seinen Bürgern erlaubt, ins Ausland zu reisen "und die Welt zu infizieren". Trump beschuldigte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter der Kontrolle Chinas zu stehen.

Trump sieht USA als "Friedensstifter"

Der US-Präsident bezeichnete die USA erneut als Friedensstifter. Es sei aber ein "Frieden durch Stärke". Er betonte erneut seine "America First"-Doktrin. "Ich bin stolz darauf, Amerika an die erste Stelle zu setzen, so wie Sie Ihre Länder an die erste Stelle setzen sollten."

Wegen der Corona-Pandemie durften in der großen Halle der Vollversammlung nur je ein Diplomat oder eine Diplomatin von jeder der 193 UN-Nationen zugegen sein. Sie mussten sich mit großen Abständen im Saal verteilen und alle eine Maske tragen.

 

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. September 2020 um 18:00 Uhr.

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