Roter Schlamm | Bildquelle: dpa

Prozess in Ungarn Haftstrafen nach Rotschlamm-Katastrophe

Stand: 04.02.2019 18:10 Uhr

Überall giftiger roter Schlamm - 2010 brach in West-Ungarn das Speicherbecken eines Aluminium-Herstellers, die Brühe verseuchte Dörfer, Felder und Gewässer. Nun gab es ein Gerichtsurteil.

Von Andrea Beer, ARD-Studio Wien

Mehr als acht Jahre nach Umweltkatastrophe von Kolontar hat ein Berufungsgericht zwei Manager eines Aluminiumherstellers zu Haftstrafen verurteilt. Fünf der Angeklagten wurden freigesprochen, gegen zehn weitere unterschiedliche Urteile verhängt. Der ehemalige Chef der Aluminiumfabrik MAL AG und der frühere technische Direktor müssen zweieinhalb und zwei Jahre ins Gefängnis - ohne Bewährung, aber mit Aussicht auf vorzeitige Entlassung wegen des Verursachens öffentlicher Gefahr und Verstoßes gegen das Abfallgesetz.

Urteil nach Umweltkatastrophe in Ungarn vor neun Jahren
tagesschau 15:00 Uhr, Michael Mandlik, ARD Wien

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Die weiteren Angeklagten erhielten Bewährungs- und Geldstrafen. Der Richter in Györ betonte, das Speicherbecken habe Risse aufgewiesen, diese hätten zu dem Dammbruch geführt. Zudem sei weit mehr des giftigen Rotschlamms in dem Speicherbecken gelagert worden als erlaubt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Anders als die Umweltorganisation Greenpeace in Ungarn machte das Gericht in Györ nur die inzwischen dicht gemachte MAL AG verantwortlich, nicht die staatlichen Behörden.

Giftschlamm in Ungarn | Bildquelle: dpa
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Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 2010 zeigt das Ausmaß der Rotschlamm-Katastrophe.

Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, die Angeklagten hätten die Katastrophe verhindern können und für dreizehn der Angeklagten Freiheitsstrafen gefordert, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung. Aufgrund des Dammbruchs im Oktober 2010 waren zehn Menschen ums Leben gekommen und rund 220 Menschen durch Natronlauge verätzt worden. Rund 300 Häuser wurden zerstört und die Umwelt in der Region mit Schwermetallen vergiftet.

Schlamm-Katastrophe in Ungarn: Gefängnisstrafen für zwei Top-Manager
Andrea Beer, ARD Wien
04.02.2019 17:39 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Februar 2019 um 15:00 Uhr.

Korrespondentin

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