Das US-Kriegsschiff "USS-Antietam" | Bildquelle: AP

Nach chinesischer Drohung US-Kriegsschiff in der Straße von Taiwan

Stand: 25.07.2019 11:58 Uhr

Die USA sprechen von "Routineoperation", China äußert Besorgnis: Ein US-Kriegsschiff hat die Straße von Taiwan durchfahren. Zuvor hatte Peking Taiwan erneut mit militärischer Gewalt gedroht.

Nach neuerlichen Drohungen Chinas gegen Taiwan haben die USA ein Kriegsschiff in die Straße von Taiwan geschickt. Ein Sprecher der siebten US-Flotte teilte mit, bei der Durchfahrt der "Antietam" habe es sich um eine "Routineoperation in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht" gehandelt. Die USA zeigten damit ihr "Engagement für einen freien und offenen Indischen und Pazifischen Ozean".

China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz. Nach der Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949 zogen sich Regierung und Militär der Republik China - Gegner der Kommunisten im Bürgerkrieg - auf die Insel zurück. Pekings erklärtes Ziel ist die Vereinigung Taiwans mit dem Festland. Am Mittwoch hatte China in seinem Weißbuch zur nationalen Verteidigungspolitik seine Drohung wiederholt, die Inselrepublik gegebenenfalls auch mit Gewalt zurückzuerobern. Die "vollständige Wiedervereinigung Taiwans mit China ist im Grundinteresse Chinas", hieß es. Militärische Gewalt werde auch gegen jeden angewendet, der gegen seine Bestrebungen zur Wiedervereinigung Taiwans mit China interveniere.

Peking äußert Besorgnis

"Die US-Marine wird weiterhin fliegen, fahren und operieren, wo immer es das Völkerrecht erlaubt", teilte die siebte US-Flotte weiter mit. Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums erklärte, Peking habe gegenüber den USA "seine Besorgnis zum Ausdruck gebracht". 

Der Maßnahme des US-Militärs ging eine gemeinsame Militärübung von China und Russland in dieser Woche voraus. Das Manöver hatte empörte Reaktionen von Südkorea und Japan, wichtigen Verbündeten der USA, hervorgerufen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Juli 2019 um 11:30 Uhr.

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