Unterstützer von Ex-Präsident Trump Umstrittener US-Moderator Limbaugh gestorben

Stand: 17.02.2021 19:54 Uhr

Er war erzkonservativ, Verschwörungstheoretiker und großer Unterstützer von Ex-Präsident Trump. Nun ist der Radiomoderator Rush Limbaugh im Alter von 70 Jahren gestorben.

Der konservative US-amerikanische Radiomoderator Rush Limbaugh ist tot. Er sei im Alter von 70 Jahren an Lungenkrebs gestorben, teilte seine Familie mit. Die Witwe Kathryn Limbaugh verkündete die Todesnachricht in der Show des Moderators. Der Verschwörungstheoretiker und große Unterstützer von Ex-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass er an Lungenkrebs erkrankt sei.

Radioshow mit Millionen Zuhörern

Der 1951 im Bundesstaat Missouri geborene Limbaugh galt als einer der einflussreichsten rechtskonservativen Journalisten der USA und verfügte über eine große rechte Anhängerschaft. Jahrzehntelang hatte er mit seiner Radioshow, in der er auch sehr umstrittene Ansichten verbreitete, Millionen Zuhörer.

Limbaugh und Trump | Bildquelle: REUTERS
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Von Trump geschätzt und geehrt: Vor rund einem Jahr wurde Limbaugh die "Presidential Medal of Freedom" verliehen, die höchste Auszeichnung für US-Bürger. 

Verschwörungstheorien und Falschinformationen

Limbaugh, der auch für rassistische Äußerungen bekannt war, hatte vor rund einem Jahr von Trump die "Presidential Medal of Freedom", die Freiheitsmedaille, erhalten - die höchste Auszeichnung für US-Bürger. 

In den vergangenen Jahrzehnten war Limbaughs Einfluss so stark, dass Demokraten ihn sarkastisch den "Chef der Republikanischen Partei" nannten. Ihm wurde regelmäßig vorgeworfen, Falschinformationen sowie Verschwörungstheorien zu verbreiten. 

Unter anderem behauptete Limbaugh, der ehemalige US-Präsident Barack Obama sei nicht in den USA geboren, die "Black Lives Matter"-Bewegung gegen Rassismus entwickle sich zu einer "Terrorgruppe" und die Anschläge auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch im März 2019 seien eine heimliche Verschwörung linksgerichteter Politiker gegen Trump.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. Februar 2021 um 01:00 Uhr.

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