US-Präsident Trump bei einer Pressekonferenz | Bildquelle: REUTERS

US-Präsident Trump Neue Sanktionen gegen Irans Zentralbank

Stand: 20.09.2019 20:08 Uhr

Im Konflikt mit dem Iran setzt US-Präsident Trump weiter auf Sanktionen. Nun trifft es erneut die Zentralbank des Landes. Aus Teheran kommen neue Drohungen - auch gegen Israel.

Die USA haben Sanktionen gegen Irans Zentralbank und Staatsfonds wegen angeblicher Finanzierung terroristischer Aktivitäten angekündigt. "Wir haben gerade die iranische Zentralbank sanktioniert", sagte Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit dem australischen Premierminister Scott Morrison. Finanzminister Steven Mnuchin sagte, mit den neuesten Sanktionen seien "alle Mittel an den Iran abgeschnitten".

Washington ist im November einseitig aus dem internationalen Atomvertrag ausgetreten. Seither haben die USA bereits mehrere Sanktionen erlassen.

US-Außenminister Mike Pompeo macht den Iran auch für die Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien am vergangenen Samstag verantwortlich. Der Iran weist das zurück.

Warnung an Regierungen

Die USA warnten alle Regierungen, nicht mehr mit Irans Zentralbank zu kooperieren. Die beiden Institutionen hätten den iranischen Revolutionsgarden und schiitischen Milizen - die Washington als Terrororganisationen einstuft - Milliarden Dollar und Euro zukommen lassen, hieß es.

Die US-Regierung hatte die Zentralbank bereits zuvor zum Ziel von Sanktionen gemacht. Nun dürfte Irans bereits stark eingeschränkter Zugang zum internationalen Finanzsystem noch weiter erschwert sein.

Zudem sagte Trump, er könne jederzeit "innerhalb von einer Minute" einen Militärschlag beispielsweise gegen 15 wichtige Ziele im Iran anordnen. Er wolle das aber möglichst vermeiden.

Drohungen gegen Israel

Aus dem Iran kamen neue Drohungen. Ein ranghoher schiitischer Geistlicher drohte für den Fall eines US-Angriffs mit der Vernichtung Israels. Sollte es zu einem Angriff kommen, wäre "von Israel binnen zwölf Stunden nur noch Staub übrig", sagte Ayatollah Sejed-Ahmad Alamolhoda beim Freitagsgebet in der Pilgerstadt Mesched. Der Geistliche gilt als einer der Chefideologen der Hardliner im Iran.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. September 2019 um 20:00 Uhr.

Darstellung: