Chinesische und US-amerikanische Flagge | Bildquelle: dpa

Handelsstreit mit USA China verkündet Einigung über Zölle

Stand: 07.11.2019 11:34 Uhr

Verzicht auf Zollerhöhungen auf beiden Seiten - darauf haben sich China und die USA laut Peking geeinigt. Bereits verhängte Sonderzölle sollen demnach zurückgenommen werden. Doch noch sind Details ungeklärt.

Im Handelsstreit der beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte gibt es nach chinesischen Angaben eine erste Verständigung zur Rücknahme von Sonderzöllen. Die USA und China wollen demnach schrittweise abrüsten, wie ein Sprecher des Handelsministerium in Peking sagte.

Bisher nur Angaben ohne Zeitplan

Verhängte Zölle müssten dabei parallel von beiden Seiten zurückgenommen werden, so der Sprecher. Das sei eine Voraussetzung, um eine erste Teileinigung im Handelsstreit zu erzielen. Wie viele der Sonderzölle zurückgenommen werden, solle noch im Detail ausgehandelt werden. Einen Zeitplan wollte der Sprecher nicht nennen.

Falls die US-Seite die chinesischen Angaben bestätigen sollte, wäre dies ein weiterer Schritt auf dem Weg hin zu einem umfassenderen Abkommen. Die USA und China liefern sich seit mehr als einem Jahr einen Handelskrieg, der in beiden Ländern zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums geführt hat und die Weltkonjunktur bremst. Beide Seiten haben einander schrittweise mit immer neuen Strafzöllen überzogen, während parallel Gespräche über ein Handelsabkommen laufen.

Eine mit den Verhandlungen vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters zuvor, China dränge die USA dazu, 15-prozentige Zölle auf Importe aus der Volksrepublik im Volumen von 125 Milliarden Dollar zurückzunehmen. Diese sind Anfang September in Kraft getreten. Die Chinesen wollten zudem Nachlässe bei 25-prozentigen Zöllen auf ein Warenpaket im Volumen von rund 250 Milliarden Dollar, das unter anderem Maschinen, Halbleiter und Möbel umfasse.

Möglicherweise Vertragsunterzeichnung noch 2019

Laut US-Regierungskreisen kann ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zur Unterzeichnung eines ersten Handelsvertrags im Dezember stattfinden - etwas später als ursprünglich geplant. Die USA erwögen eine Zusammenkunft nach dem NATO-Gipfel in London Anfang Dezember. In der sogenannten Phase 1 sollen US-Angaben zufolge unter anderem die Themen geistiges Eigentum, Währungsfragen und Finanzdienstleistungen geklärt werden.

Trump stört sich am riesigen Defizit seines Landes im Handel mit China. Er wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken, Beschränkungen für ausländische Unternehmen sowie Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. November 2019 um 12:00 Uhr.

Darstellung: