US-Soldat in Syrien | Bildquelle: AFP

Nach Abzug aus Syrien US-Truppen müssen Irak verlassen

Stand: 22.10.2019 10:50 Uhr

Das nächste Problem für die Syrien-Strategie von Präsident Trump: Die aus den Kurdengebieten abgezogenen Truppen dürfen nicht im Irak bleiben. So hat es die Regierung in Bagdad beschlossen.

Die US-Truppen, die aus Syrien kommend in den Irak wollen, dürfen dies nur, wenn sie anschließend den Irak wieder verlassen. Das hat das irakische Militär mitgeteilt. "Es gibt keine Genehmigung für diese Truppen, im Irak zu bleiben", hieß es in einer Mitteilung.

Schon 5000 US-Soldaten im Irak

Die Mitteilung zeigt, wie offenbar unvorbereitet der Abzug der US-Truppen aus Nordyrien erfolgt. US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte am Samstag erklärt, dass alle der nahezu 1000 im Norden Syriens stationierten Soldaten im westlichen Irak erwartet würden, um den Kampf gegen die IS-Miliz fortzusetzen und dabei zu helfen, den Irak zu verteidigen. Doch ganz so einfach scheint das nun nicht zu sein.

Kurden empört über den Abzug der US-Truppen in Syrien (unkommentiert)
22.10.2019

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Kurden sprechen von "Genozid"

Eine Anführerin der syrisch-kurdischen Kräfte rückte den Abzug der US-Soldaten aus Nordsyrien und seine Konsequenzen in die Nähe eines Völkermordes. US-Präsident Donald Trumps Entscheidung zum Abzug sei "einem Genozid ähnlich", sagte Ilham Ahmed in Washington, wo sie für Gespräche war.

Die Türkei hatte den Abzug der US-Soldaten für den lange angekündigten Angriff auf die syrisch-kurdischen Kämpfer in der Nähe der Grenze genutzt, die sie als Terroristen ansehen. Diese hatten zuvor gemeinsam mit den USA gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" in der Region gekämpft. Ahmed sagte Reportern, ihre Nachricht an Trump sei: "Stoppen Sie diese Massaker."

US-Soldaten nach dem Abzug aus Nordsyrien in Erbil, Irak | Bildquelle: REUTERS
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US-Truppen nach dem Abzug aus Nordsyrien: "einem Genozid ähnlich"

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. Oktober 2019 um 11:00 Uhr.

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