Der Gouverneur von Arizona, Doug Ducey, unterzeichnet das offizielle Wahlergebnis. | Bildquelle: AP

US-Präsidentenwahl Auch Arizona bestätigt Bidens Sieg

Stand: 30.11.2020 22:05 Uhr

Amtsinhaber Trump muss erneut einen Rückschlag in seinem Kampf gegen das Ergebnis der US-Präsidentenwahl hinnehmen: Mit Arizona wurde in einem weiteren umkämpften Bundesstaat der Sieg von Herausforderer Biden offiziell bestätigt.

Als weiterer umkämpfter US-Bundesstaat hat Arizona das Ergebnis der Präsidentenwahl und somit den Sieg des Demokraten Joe Biden offiziell bestätigt. Arizonas republikanischer Gouverneur Doug Ducey unterzeichnete die Wahlunterlagen und meldete das amtliche Endergebnis nach Washington. Biden gewann in Arizona mit einem Vorsprung von rund 10.500 Stimmen.

Damit erlitt Amtsinhaber Donald Trump einen weiteren Rückschlag bei seinen Versuchen, den Ausgang der Wahl vom 3. November mit juristischen Attacken zu kippen. Seine Anwälte hatten vergeblich gegen das Ergebnis in Arizona geklagt. Trump behauptet nach wie vor ohne Belege, dass er die Wahl nur wegen massiver Wahlfälschung verloren habe. Zuvor hatten bereits wichtige Bundesstaaten wie Georgia und Pennsylvania das Ergebnis der Wahl bestätigt.

Mehrheitsverhältnis im Senat weiter ungewiss

Die Bestätigung der Wahlergebnisse in Arizona führt auch dazu, dass die Mehrheit von Trumps Republikanern im 100 Sitze fassenden US-Senat von 53 auf 52 Stimmen schrumpft. Der Demokrat Mark Kelly, der die republikanische Senatorin Marthy McSally in einer Sonderabstimmung besiegte, soll bereits diese Woche vereidigt werden. Die restlichen, regulär neu gewählten Senatoren werden erst Anfang 2021 vereidigt. Ob Demokraten oder Republikaner die Mehrheit im Senat haben werden, entscheidet sich allerdings erst bei zwei Stichwahlen in Georgia am 5. Januar.

Der Senat stimmt unter anderem über Kandidaten für zentrale Regierungsposten ab. Damit könnte der Handlungsspielraum von Biden als Präsident eingeschränkt werden, wenn die Republikaner die Kontrolle über die Kongresskammer behalten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. November 2020 um 21:00 Uhr.

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