Donald Trump | Bildquelle: AP

US-Handelspolitik Trump verhängt Zölle gegen China

Stand: 15.06.2018 20:39 Uhr

Chinesische Importe werden wie angedroht mit Strafzöllen in den USA belegt: US-Präsident Trump kündigte an, Produkte im Wert von 50 Milliarden Dollar seien betroffen. China reagierte mit Zöllen auf US-Güter in gleicher Höhe.

US-Präsident Donald Trump hat wie angedroht Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf eine Reihe chinesischer Produkte angekündigt. Betroffen sind Importprodukte im Wert von 50 Milliarden Dollar (42 Milliarden Euro), erklärte Trump. Zwar sei ihm die Freundschaft zu Präsident Xi Jinping und das Verhältnis zu China sehr wichtig, erklärte Trump. Dennoch sei die Situation nicht länger hinzunehmen. Zugleich drohte er China mit zusätzlichen Maßnahmen, sollte Peking Gegenzölle erheben.

US-Präsident Donald Trump begrüßt den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping in Palm Beach, Florida. | Bildquelle: REUTERS
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Bessere Zeiten: Trump und Xi in Florida im April.

Die Entscheidung habe Trump am Donnerstag nach Beratungen mit seinen engsten Handelsberatern getroffen, berichtete zuvor unter anderem das "Wall Street Journal" in der Nacht zu Freitag. Bei dem Treffen waren nach einem CNN-Bericht unter anderem Finanzminister Steven Mnuchin, Handelsminister Wilbur Ross und Trumps Handelsbeauftragter Robert Lighthizer anwesend.

Aus der Mitteilung des Weißen Hauses geht nicht hervor, wann die Zölle tatsächlich wirksam werden. Sie waren ursprünglich als Strafe für den Diebstahl intellektuellen Eigentums durch die Chinesen gedacht. Welche Produkte betroffen sein werden, ist noch nicht bekannt. Der Sender CNN berichtet, dazu gehörten Technik für den Flugzeugbau, Maschinen, Medizin oder Produkte aus dem Bildungsbereich.

US-Zölle: 50 Milliarden Dollar auf chinesische Waren
tagesschau 20:00 Uhr, 15.06.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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China ruft zu "gemeinsamer Aktion" auf

Die chinesische Regierung reagierte umgehend: Sie verhängt Zölle von 25 Prozent auf US-Güter im Volumen von 50 Milliarden US-Dollar. Die Abgaben sollten ab dem 6. Juli erhoben werden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf den chinesischen Staatsrat. Betroffen seien insgesamt 659 verschiedene Produkte, darunter landwirtschaftliche Erzeugnisse und Autos.

Man werde "umgehend reagieren und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um unsere legitimen Rechte und Interessen entschlossen zu schützen", hatte ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums zuvor angekündigt. Gleichzeitig rief die chinesische Regierung andere Länder zu einer "gemeinsamen Aktion" gegen dieses "überholte und rückwärtsgewandte Benehmen" auf.

Peking will darüber hinaus seine Zusage zurückziehen, deutlich mehr Produkte in den USA kaufen zu wollen. Damit droht ein Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.

Sojabohnen aus den USA | Bildquelle: AP
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China hat bereits hohe Abgaben auf eine Reihe von Produkten aus den Vereinigten Staaten beschlossen - unter anderem auf Sojabohnen.

Auswirkungen auf Konflikt mit Nordkorea

Nicht nur wirtschaftlich, auch politisch sind die USA auf China angewiesen. Im Konflikt mit Nordkorea will Washington den Druck der Wirtschaftssanktionen aufrechterhalten. Sollte China seine Sanktionen auch nur in Teilen aussetzen, würde das die Verhandlungsposition von US-Außenminister Mike Pompeo schwächen.

Erst am Wochenende hatte sich Präsident Trump mit den Verbündeten Deutschland, Frankreich, Japan und Kanada nicht auf ein Ende zusätzlicher Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte einigen können.

Mit Informationen von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 15. Juni 2018 um 15:00 Uhr.

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