US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus | Bildquelle: OLIVER CONTRERAS/POOL/EPA-EFE/RE

US-Zölle gegen China Trump gibt Apple offenbar nach

Stand: 17.09.2018 22:31 Uhr

US-Präsident Trump hat eine neue Schritte im Handelsstreit mit China angekündigt. Beobachter erwarten Zölle im Wert von 200 Milliarden Dollar. Dem Protest von Apple und anderer Technologie-Firmen scheint er jedoch nachzugeben.

Die nächste Runde von US-Zöllen auf China-Importe spart einem Medienbericht zufolge einige Technologieprodukte wie Apple-Lautsprecher und -Uhren aus. Auch ähnliche Geräte und Fitnessarmbänder wie von der Firma Fitbit seien ausgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei mit den Plänen vertraute Personen. Die Produktkategorie für solche Geräte finde sich nicht auf der Liste der geplanten Zölle. Die Firmen wollten zu den Berichten zunächst keine Stellung nehmen, schrieb Bloomberg.

Apple hatte vor zusätzlichen Zöllen auf chinesische Importprodukte gewarnt, weil diese auch amerikanische Zulieferer treffen würden. Zölle hätten für amerikanische Konsumenten Preissteigerungen zur Folge, teilte Apple mit. US-Präsident Donald Trump hatte dem Konzern daraufhin nahegelegt, die Produktion in die USA zu verlagern. Neben Apple sprachen sich auch andere US-Unternehmen gegen die Zölle aus.

Gegenseitige Drohungen

Trump kündigte in Washington an, nach Börsenschluss in den USA die nächsten Schritte im Zollstreit mit China vorzustellen. Es werde "viel Geld in die Kassen der USA" kommen, fügte der Staatslenker vielsagend hinzu. Es wurde erwartet, dass er auf zusätzliche Abgaben auf Produkte aus der Volksrepublik im Volumen von 200 Milliarden Dollar abzielt.

Die USA und China drohten einander zuvor mit einer neuen Eskalationsstufe in dem erbitterten Handelsstreit. Sollten die Vereinigten Staaten neue Zölle verhängen, werde man die nötige Antwort darauf geben, sagte ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums.

Die neue Apple Watch | Bildquelle: REUTERS
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Werden offenbar von den Zöllen ausgenommen: Uhren der Firma Apple sowie auch Kopfhörer des Unternehmen. Aber auch Fitnessarmbänder anderer Hersteller.

Mögliche Gespräche zwischen USA und China

Die USA hatten in den vergangenen Monaten bereits Strafzölle von 25 Prozent auf Stahlimporte und zehn Prozent auf Aluminium verhängt. Zudem setzte Trump Abgaben in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 50 Milliarden Dollar in Kraft. Peking reagierte mit Strafzöllen auf US-Waren in gleichem Umfang. 

Zuletzt hatte es Hoffnungen auf eine Annäherung im Handelsstreit gegeben, nachdem die USA China zu neuen Gesprächen einluden. Die Treffen sollen um den 20. September herum beginnen. Verhandlungen in Washington Mitte August hatten keine Annäherung gebracht.

Trump sagte zuletzt, er sehe die USA mit seiner Zollpolitik auf einem guten Weg. Über Twitter drohte er den Handelspartnern der Vereinigten Staaten: "Wenn Länder mit uns keine fairen Vereinbarungen abschließen, werden sie 'bezollt'!"

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. September 2018 um 02:07 Uhr.

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