USS Lake Eerie (Archivbild)  | Bildquelle: picture-alliance/ dpa

Hafen von Hongkong China verweigert US-Kriegsschiffen das Anlegen

Stand: 14.08.2019 09:12 Uhr

Sorgen die Proteste in Hongkong für weitere Spannungen zwischen China und den USA? Nach Angaben aus Washington verweigerte Peking zwei US-Marineschiffen die Einfahrt in Hongkongs Hafen. Die Gründe sind bislang unklar.

China hat zwei US-Marineschiffen die Einfahrt in den Hafen von Hongkong untersagt. Der Vize-Sprecher der US-Pazifikflotte, Nate Christensen, erklärte, das Docklandungsschiff "USS Green Bay" sollte eigentlich am kommenden Samstag einen Zwischenstopp in der chinesischen Sonderverwaltungszone einlegen. Der Kreuzer "USS Lake Erie" sollte kommenden Monat in Hongkong einlaufen. Die chinesische Regierung habe die Einfahrt der beiden Schiffe jedoch verweigert. Konkrete Gründe für Pekings Entscheidung nannte Christensen nicht.

Flughafen hat Betrieb wieder aufgenommen

Unterdessen nahm der der internationale Flughafen von Hongkong am Mittwochmorgen seinen Betrieb wieder auf. Regierungsgegner hatten am Montag und Dienstag den Flughafen weitgehend lahmgelegt. Der Airport ist das zentrale Drehkreuz für Langstreckenflüge über China und Südostasien.

Am frühen Morgen harrten nur noch wenige Protestierende in dem Gebäude aus, in dem sich zuvor tausende schwarz gekleidete Demonstranten versammelt hatten. Die Flughafenbehörde erklärte, sie habe eine einstweilige Verfügung erwirkt, die es Demonstrierenden verbiete den Betrieb des Flughafens zu stören. Zudem dürften sie sich nur noch in speziellen Bereichen aufhalten.

Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten am Flughafen Hongkong
tagesschau 20:00 Uhr, 13.08.2019, Tamara Anthony, ARD Peking

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Die Polizei warf den Demonstranten vor, sie hätten einen Besucher und einen Journalisten angegriffen. Von Seiten der Protestierenden hieß es, bei dem einem Mann habe es sich um einen chinesischen Agenten gehandelt, der andere sei ein Reporter der chinesischen Zeitung "Global Times" gewesen. Die Polizei nahm fünf Personen fest. Damit steigt die Zahl der Inhaftierten seit Beginn der Proteste auf über 600.

Peking spricht von "aufkeimendem Terrorismus"

In Hongkong finden seit zehn Wochen Proteste gegen die pekingtreue Regierung der Sonderverwaltungszone statt. Dabei gab es in den vergangenen Tagen zunehmend gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei.

Die chinesische Führung spricht mittlerweile von "aufkeimendem Terrorismus" und schließt ein massives Eingreifen nicht aus.

Trump: Truppenbewegungen an der Grenze

Laut US-Präsident Donald Trump verlegt China bereits Truppen an die Grenze zu Hongkong. Trump berief sich dabei auf US-Geheimdienstinformationen. Es blieb zunächst unklar, ob er von neuen Truppenbewegungen sprach oder von Verlegungen, über die in den Medien zuvor berichtet worden war. "Unsere Geheimdienste informieren uns, dass die chinesische Regierung Truppen an die Grenze nach Hongkong verlegt. Jeder sollte sich ruhig und sicher verhalten", twitterte der US-Präsident.

Trump mahnte eine gewaltfreie Lösung der Krise an. "Ich hoffe, dass niemand getötet wird", sagte er in Morristown im US-Bundesstaat New Jersey.

Vergangene Woche warnte Peking in Hongkong stationierte US-Diplomaten davor, sich in "Angelegenheiten der Stadt" einzumischen. Das chinesische Außenministerium verwies auf örtliche Medienberichte, denen zufolge eine Mitarbeiterin des US-Konsulats in Hongkong pro-demokratische Aktivisten getroffen hatte. Die US-Diplomaten wurden aufgefordert, "unverzüglich einen klaren Bruch mit Anti-China-Randalierern" zu vollziehen.

Die Verwaltung der Millionenstadt war 1997 an China zurückgegeben worden, aber mit besonderen Rechten wie einer unabhängigen Justiz und freier Meinungsäußerung versehen. Diese Rechte sehen die Regierungskritiker nun in Gefahr.

China warnt USA vor Raketenstationierung

Das Verhältnis zwischen den USA und China ist seit Monaten angespannt. Neben dem Handelsstreit und der Eskalation in Hongkong sorgten auch die Pläne Washingtons, landgestützte Mittelstreckenraketen in Asien zu stationieren, für Unmut in Peking.

China werde in diesem Fall nicht "untätig zusehen", erklärte das chinesischen Außenministerium. Vielmehr werde Peking in diesem Fall zu "Gegenmaßnahmen" gezwungen sein. Von welcher Art die chinesischen Maßnahmen sein könnten, wurde nicht gesagt.

Hongkong-Proteste: Eingreifen Chinas halten die meisten für unwahrscheinlich
Steffen Wurzel, ARD Shanghai
14.08.2019 06:36 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. August 2019 um 09:00 Uhr.

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