USA Corona, Reisende mit Mundschutz | Bildquelle: dpa

Corona-Studie in den USA Bis zu 300.000 Tote befürchtet

Stand: 07.08.2020 08:50 Uhr

In den USA könnte die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 bis zum Jahresende massiv steigen. Eine Simulation der Universität Washington zeigt auch: Die Opferzahl wäre bei Masken-Disziplin geringer.

In den Vereinigten Staaten könnten bis zum Jahresende fast 300.000 Menschen an Covid-19 sterben. Das ist das Ergebnis einer Simulation des IHME-Instituts (Institute for Health Metrics and Evaluation) der Universität Washington in Seattle. Das wären etwa 140.000 Tote mehr als derzeit.

Viele Opfer wären nach Ansicht der Forscher vermeidbar: Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228.000 deutlich geringer ausfallen.

"Tödlicher Kreislauf"

Institutsdirektor Christopher Murray sagte: "Wir erleben in den Vereinigten Staaten eine Achterbahnfahrt." Sobald die Infektionen in einem Gebiet dramatisch anstiegen, trügen die Menschen Masken und befolgten die nötigen Vorsichtsmaßnahmen. Entspanne sich die Situation, verflüchtige sich aber auch die Vorsicht wieder, kritisierte Murray: "Das führt natürlich zu mehr Infektionen. Und der womöglich tödliche Kreislauf beginnt wieder von vorne."

Bislang sind in den USA fast 160.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben, wie Daten der Universität Johns Hopkins zeigen. Landesweit gibt es inzwischen fast fünf Millionen bestätigte Corona-Infektionen.

Seit Mitte Juni hat die Zahl der Neuinfektionen wieder deutlich zugenommen. Im Schnitt meldeten die Behörden zuletzt rund 60.000 pro Tag, vor allem in Bundesstaaten im Süden und Westen des Landes.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 08. August 2020 um 06:05 Uhr.

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