Sanders und Warren | Bildquelle: dpa

US-Demokraten Ringen um den richtigen Weg gegen Trump

Stand: 31.07.2019 07:27 Uhr

Bei der TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftskandidaten wurde kräftig gestritten. Im Mittelpunkt die Krankenversicherung und die Frage: Wie links will die Partei eigentlich sein? Einigkeit gab es nur in einem Punkt.

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Die Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber dauerte fast drei Stunden. Die Demokraten verloren keine Zeit, um die beiden Politiker unter ihnen anzugreifen, die in den Umfragen vorn sind: Bernie Sanders und Elizabeth Warren.

Sanders und Warren im Mittelpunkt

Der ehemalige Kongressabgeordnete John Delaney schoss schon nach wenigen Minuten gegen die beiden Senatoren, die für den linken Flügel ihrer Partei stehen:

"Wir können den Weg wählen, auf den uns Bernie Sanders und Elizabeth Warren führen wollen. Mit schlechten Ideen für die Krankenversicherung und all dem, was sie umsonst vergeben wollen. Sie machen unmögliche Versprechungen, die unabhängige Wähler nicht zurückgewinnen werden. So wird Trump wiedergewählt."

Sie stritten sich über Krankenversicherung, Einwanderungspolitik, Waffenrecht, Klimawandel und die Wirtschaft. Es war der Versuch, sich abzugrenzen. Der Versuch zu zeigen, wie weit in der Mitte oder wie weit links man steht. Immer wieder ein Argument: Was würden die Republikaner zu den Vorschlägen sagen?

US-Demokraten: 2. TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten
tagesschau 12:00 Uhr, 31.07.2019, Peter Jagla, NDR

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Buttegieg versucht zu bremsen

Pete Buttegieg, Bürgermeister aus Indiana, versuchte, seine Kollegen zu bremsen. Es sei egal wie rechts oder links eine Idee sei:

"Es ist Zeit, dass wir aufhören, uns zu fragen, was die Republikaner sagen werden. Wenn wir dem linken Flügel folgen, werden sie sagen wir seien ein paar verrückte Sozialisten. Wenn wir eine konservative Agenda annehmen, werden sie uns auch verrückte Sozialisten nennen. Also sollten wir einfach für die Politik aufstehen, die wir für richtig halten und die verteidigen."

Jeder der zehn Präsidentschaftsbewerber musste irgendwie eine Duftmarke hinterlassen, auf sich aufmerksam machen. Schließlich geht es darum, ob sie weiter im Rennen bleiben.

Sanders hatte die Lacher auf seiner Seite. Als Tim Ryan versuchte, ihm zuzurufen, dass er nicht wisse, was alles Teil der Krankenversicherung für alle sein werde, kanzelte Sanders ihn trocken ab: "Ich habe das verdammte Gesetz geschrieben."

Gewinner Trump?

Der älteste Präsidentschaftsbewerber ruft immer wieder zur Revolution auf. Das ist Futter für Donald Trump. Gleich zum Ende der Debatte schrieb das Trump-Team an seine Anhänger. Man habe wieder diese radikalen Demokraten gesehen. Gewinner dieser Debatte sei der US-Präsident.

In einem waren sich die Demokraten einig bei der ersten Runde dieser Fernsehdebatte - in ihrer einhelligen Kritik an Trump und seinen harten Angriffen vor allem auf Schwarze. Buttegieg wendet sich einmal direkt an die Republikaner:

"Heute unterstützen sie im Weißen Haus Rassismus oder schweigen dazu. Wenn ihr Republikaner uns Zuhause zuschaut und ihr im Kongress seid, überlegt, wie sich die Welt an euch erinnern soll. Wenn die Sonne am Ende eurer Karriere untergeht, ist die Frage, ob man sich daran erinnern wird, ob ihr den Mut gefunden habt, gegen Trump aufzustehen oder ob ihr die Partei über das Land stellt.

Wegen des großen Bewerberfelds gibt es heute eine zweite Runde der Demokraten-Debatte unter anderem mit Joe Biden und Kamala Harris. Abgerechnet wird danach. Denn dann wird sich das Feld langsam lichten.

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Das Feld der Präsidentschaftsbewerber bei den US-Demokraten ist sehr groß

Das Weiße Haus in Washington

1600 Pennsylvania Avenue, besser bekannt als das Weiße Haus in Washington: Hier würden zahlreiche US-Demokraten gerne ab Januar 2021 ihren Hauptwohnsitz nehmen - als 46. US-Präsident. Die Zahl der Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur wuchs zunächst immer weiter an, bis die ersten Bewerber im August aufgaben. Dennoch war das Kandidatenfeld noch die so vielfältig. Ein Favorit aber lässt sich noch nicht ausmachen. Ein Überblick. | Bildquelle: picture alliance / dpa

2. TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftskandidaten
Martina Buttler, ARD Washington
31.07.2019 06:36 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 31. Juli 2019 um 06:50 Uhr.

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