Rodney Reed, Archivbild | Bildquelle: AP

Fall Rodney Reed Hinrichtung in Texas vorerst gestoppt

Stand: 16.11.2019 08:46 Uhr

Kommende Woche sollte die Hinrichtung erfolgen, nun hat ein US-Gericht die Hinrichtung des verurteilten Mörders Rodney Reed ausgesetzt. Prominente hatten sich für ihn eingesetzt.

Der Fall hatte für Aufregung in den USA gesorgt, Millionen Menschen hatten sich für Rodney Reed eingesetzt: Nun hat ein Berufungsgericht im Bundesstaat Texas die für kommenden Mittwoch geplante Hinrichtung des verurteilten Mörders vorerst ausgesetzt.

Kurz zuvor hatte das für Begnadigungen und Strafaussetzungen zuständige Gremium in Texas bereits einstimmig eine Verschiebung der Hinrichtung empfohlen, nachdem die Verteidigung neue Beweise vorgelegt hatte.

Ausschließlich mit Weißen besetzte Jury

Der 51-jährige Afroamerikaner Rodney Reed war 1998 von einer ausschließlich mit Weißen besetzten Jury wegen Vergewaltigung und Mordes an der 19-jährigen Weißen Stacey Stites zum Tode verurteilt worden. Er beteuerte stets seine Unschuld und gab an, mit der jungen Frau eine Affäre gehabt zu haben.

Seine Verteidiger erklärten, dass nach dem Prozess aufgetauchte Beweiselemente Reeds Version stützen und auf einen anderen Verdächtigen hinweisen. Bei diesem soll es sich um den Verlobten des Opfers handeln - einen Ex-Polizisten, der inzwischen eine zehnjährige Haftstrafe wegen einer anderen Vergewaltigung abgesessen hat.

Prominente Unterstützer

Reed hatte von zahlreichen Prominenten, Abgeordneten und Millionen US-Bürgern Unterstützung erhalten. Dazu zählten der Sohn der Bürgerrechtsikone Martin Luther King, Realitystar Kim Kardashian sowie die Sängerinnen Rihanna und Beyoncé. Zwei Online-Petitionen erhielten mehr als 3,5 Millionen Unterschriften.

Unschuldig in der Todeszelle? Rodney Reeds Hinrichtung ausgesetzt
Arthur Landwehr, ARD Washington
16.11.2019 16:00 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 16. November 2019 WDR 5 um 07:20 Uhr im Morgenecho und Deutschlandfunk um 10:00 Uhr in den Nachrichten.

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