US-Soldaten in Nordsyrien. (Archiv) | Bildquelle: AP

Nach US-Abzug aus Syrien Rund 200 Soldaten sollen bleiben

Stand: 04.03.2019 17:09 Uhr

Die USA haben angekündigt, nach dem Abzug ihrer Truppen aus Syrien weiterhin Soldaten in dem Land zu stationieren. "Etwa 200" Soldaten sollen zur "Friedenssicherung" dort bleiben, sagte Regierungssprecherin Sanders.

Auch nach dem US-Truppenabzug aus Syrien sollen rund 200 US-Soldaten in dem Bürgerkriegsland bleiben. Eine kleine Gruppe solle zur "Friedenssicherung" für eine gewisse Zeit in Syrien bleiben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders.

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember einen vollständigen Abzug der rund 2000 in Syrien stationierten US-Soldaten angekündigt und damit Entsetzen bei Verbündeten wie auch teilweise im eigenen politischen Lager ausgelöst. Trump begründete den Schritt damals damit, dass der Kampf gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" gewonnen sei.

Seither hat Trump seine Ankündigung zu dem Truppenabzug allerdings wieder stark relativiert. Verbündete Staaten wie auch Vertreter von Trumps Republikanern halten einen vollständigen Abzug für verfrüht.

Trump spricht mit Erdogan

In einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan habe sich Trump nach Angaben des Weißen Hauses über die Situation in Syrien ausgetauscht. Beide hätten sich darauf verständigt, weiter an der Schaffung einer möglichen Sicherheitszone zu arbeiten.

Beide Länder arbeiten seit längerer Zeit daran, eine solche Zone im Norden Syriens zu schaffen. Dies würde auf Kosten der mit der Türkei verfeindeten Kurden gehen. Die USA sehen sich dagegen den Kurden moralisch verpflichtet, die einen großen Teil zum militärischen Bezwingen des Terrornetzwerkes IS beigetragen haben. Die Gespräche sollen heute auf Ebene der Verteidigungsministerien und der Streitkräfte fortgesetzt werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Februar 2019 um 09:00 Uhr.

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