Ein Plakat mit der Aufschrift "Early Voting here!" ("Frühe Stimmabgabe hier!") ist an einem Zaun befestigt. | Bildquelle: AFP

US-Präsidentenwahl Schon jetzt halb so viele Wähler wie 2016

Stand: 28.10.2020 07:50 Uhr

Noch knapp eine Woche bis zur US-Wahl - mehr als 69 Millionen US-Amerikaner haben aber bereits gewählt. Wegen der Corona-Pandemie machen besonders viele Wahlberechtigte von ihrem Recht Gebrauch, ihre Stimme schon vor dem Wahltag abzugeben.

Knapp eine Woche vor der Präsidentenwahl in den USA haben bereits mehr als 69 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben. Das entspricht mehr als der Hälfte aller Stimmen, die bei der Wahl vor vier Jahren insgesamt abgegeben wurden, wie aus Daten des "U.S. Elections Project" des Politikwissenschaftlers Michael McDonald von der Universität Florida hervorging. 2016 nahmen der Wahlkommission FEC zufolge rund 137 Millionen Amerikaner an der Wahl teil.

Millionen US-Amerikaner haben schon gewählt
Morgenmagazin, 28.10.2020, Verena Bünten, ARD Washington

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Hohe Beteiligung in Texas, Florida und North Carolina

Besonders hoch war die frühe Stimmabgabe dabei im stark umkämpften US-Bundesstaat Texas, in dem schon etwa 87 Prozent der Gesamtzahl an Wählern von vor vier Jahren abgestimmt haben. Hoch ist die Beteiligung auch in den wichtigen Bundesstaaten Florida und North Carolina.

Wegen der Coronavirus-Pandemie war bereits erwartet worden, dass mehr Wahlberechtigte als sonst von der Möglichkeit Gebrauch machen würden, ihre Stimme vor dem eigentlichen Wahltag persönlich oder per Briefwahl abzugeben. An vielen Orten bildeten sich dennoch Schlangen vor den Wahllokalen.

Wahlberechtigte in New York stehen in einer Schlange, um ihre Stimme schon vor dem Wahltag abzugeben. | Bildquelle: AFP
galerie

Auch in New York mussten Wahlberechtigte Geduld mitbringen.

Bei der Wahl am 3. November tritt der republikanische US-Präsident Donald Trump gegen den demokratischen Herausforderer Joe Biden an. Außerdem werden alle Sitze im Repräsentantenhaus und gut ein Drittel der Sitze im Senat neu vergeben.

Biden ruft zu früher Stimmabgabe auf

Nach den Daten des "U.S. Elections Project" scheinen bislang erheblich mehr registrierte Demokraten als Republikaner gewählt zu haben. Die Registrierung bei einer Partei sagt nicht unbedingt etwas über das Stimmverhalten aus, Beobachter vermuten aber, dass die frühen Wähler zu einem größeren Teil für Biden stimmen.

Das Wahlkampfteam des demokratischen Herausforderers hatte Anhänger aktiv zur frühen Stimmabgabe aufgerufen, während Trump die Briefwahl immer wieder und ohne fundierte Belege mit Betrug in Verbindung gebracht hatte.

Umfragen sehen derzeit Biden vorn

Derzeit schneidet Trump in Umfragen relativ schlecht gegen Biden ab. Auch in entscheidenden Bundesstaaten deuten sie auf einen Vorsprung Bidens hin. Wegen des komplexen Wahlsystems haben die Erhebungen jedoch nur begrenzte Aussagekraft.

Amtsinhaber Trump rechnet eigenen Aussagen zufolge aber weiterhin mit einem Wahlsieg. Er ist im Moment auf Wahlkampftour mit teilweise mehreren Reden pro Tag vor Tausenden Teilnehmern. Bidens Veranstaltungen sind - mit Rücksicht auf die Corona-Abstandsregeln - deutlich kleiner.

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin im Ersten am 28. Oktober 2020 um 07:45 Uhr.

Darstellung: