Papst Franziskus bei der Christmette im Petersdom. | Bildquelle: dpa

Petersdom Christmette mit Abstand und Masken

Stand: 24.12.2020 21:35 Uhr

Die Christmette im Petersdom war von der Corona-Pandemie geprägt: Vor wenigen Gläubigen und früher als sonst hielt Papst Franziskus die Weihnachtspredigt. Den Gläubigen sprach er Mut zu.

Von Lisa Weiß, ARD-Studio Rom

Der Petersdom ist fast leer, als Papst Franziskus einzieht, um die Christmette zu feiern: Statt wie sonst fast 7000 Besuchern sitzen nur wenige Gläubige in den Bänken - mit viel Abstand und mit Masken. Auch wenn der Dom festlich geschmückt ist - es ist nicht zu übersehen, wie sehr dieses Weihnachtsfest geprägt ist von der Pandemie. Das Krisenjahr spiegelt sich auch in der Predigt des Papstes wieder, die in diesem Jahr von der Prophezeiung des Jesaja ausgeht, die sich in der Weihnachtsnacht erfüllt: "Ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt".

Papst spendet Weihnachtssegen "Urbi et orbi"
tagesschau 14:50 Uhr, 25.12.2020, Anja Miller, ARD Rom

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Franziskus spricht den Menschen Mut zu, ruft sie zu neuem Selbstbewusstsein auf. Weihnachten erinnere daran, dass jeder Mensch in den Augen Gottes kostbar sei, sagt das katholische Kirchenoberhaupt. Gottes Liebe sei bedingungslos, hänge nicht von den Wunden und Misserfolgen der Vergangenheit ab.

"Heute staunt Gott über uns und sagt zu einem jedem von uns: 'Du bist ein Wunder.' Schwester, Bruder, verliere nicht den Mut. Bist du in der Versuchung zu glauben, du seist verfehlt? Gott sagt zu dir: 'Nein, du bist mein Kind!' Hast du das Gefühl, es einfach nicht zu schaffen, die Angst, unzulänglich zu sein, befürchtest du, aus dem Tunnel der Prüfung nicht mehr herauszukommen? Gott sagt zu dir: 'Hab Mut, ich bin mit dir.'"

Aufruf zum Trösten derer, die leiden

Der Mensch sei undankbar gegenüber Gott, sagt Franziskus, er sei ungerecht gegenüber so vielen seiner Mitmenschen. Gott überschätze den Menschen also - er tue dies, weil er ihn aufs Äußerste liebe. Der Mensch müsse sich also von Gottes Liebe durchdringen lassen, anstatt das Leben mit Unterhaltung, Erfolg und Weltlichkeit zu füllen.

"Es ist wahr: unersättlich wollen wir mehr haben und so stürzen wir uns auf die vielen Futterstellen der Eitelkeit und vergessen dabei die Krippe von Betlehem", sagte der Papst in seiner Preidgt. Er rief die Gläubigen dazu auf, sich nicht selbst zu bemitleiden, sondern diejenigen zu trösten, die leiden, den Armen zu dienen - ein Motiv, das sich durch Franziskus Predigten zieht: Für die Armen, die Schwachen, die Ausgegrenzten setzt sich Franziskus darin ganz besonders ein, seitdem er im Amt ist. 

Papst Franziskus vor einer Figur des Jesuskindes bei der Christmette im Petersdom. | Bildquelle: via REUTERS
galerie

Papst Franziskus vor einer Figur des Jesuskindes bei der Christmette im Petersdom.

Nächtliche Ausgangssperre in Italien

Früh geht die Christmette zu Ende, viel früher als gewohnt: Sie wurde zwei Stunden nach vorne verlegt - verantwortlich dafür ist wieder einmal die Pandemie. Denn in Italien gilt eine nächtliche Ausgangssperre, der Papst wollte den Gottesdienst zuvor abhalten.

Und auch beim traditionellen Segen Urbi et Orbi, also: der Stadt und dem Erdkreis, gibt es Veränderungen: Der Papst will ihn morgen Mittag nach der Weihnachtsbotschaft in der Segnungsaula über der Eingangshalle des Petersdoms sprechen.

Er geht dafür also nicht wie sonst nach draußen auf die Loggia des Petersdoms - und setzt damit ein Zeichen: Über die Feiertage herrschen auch tagsüber Ausgangsbeschränkungen in Italien.

Christmette im Petersdom
Lisa Weiß, BR
24.12.2020 22:22 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. Dezember 2020 um 05:55 Uhr.

Korrespondentin

Lisa Weiß  Logo BR

Lisa Weiß, BR

Darstellung: