Donald Trump und Fabiana Rosales | Bildquelle: MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX

Trump-Forderung zu Venezuela "Russland muss raus"

Stand: 27.03.2019 18:07 Uhr

Die Frau des selbst ernannten venezolanischen Übergangspräsidenten Guaidó hat in den USA für die Politik ihres Mannes geworben. Präsident Trump empfing sie im Weißen Haus - und richtete dabei scharfe Worte an Russland.

US-Präsident Donald Trump hat die russischen Truppen in Venezuela aufgefordert, das Land zu verlassen. "Russland muss raus", sagte er während eines Treffens mit der Frau des venezolanischen Oppositionsführers Juan Guaidó, Fabiana Rosales, in Washington.

Auf die Frage, wie dieses Ziel erreicht werden könnte, sagte Trump: "Wir werden sehen. Alle Optionen sind auf dem Tisch." Vizepräsident Mike Pence bezeichnete die Landung von zwei russischen Militärflugzeugen mit fast 100 Soldaten an Bord in Venezuela als "unnötige Provokation".

Rosales sagte, in Venezuela gehe es um die Frage, "Freiheit oder Diktatur, Leben oder Tod". Es seien die Kinder, die den Preis für die Krise in dem Land zahlten, fügte sie bei dem Treffen im Weißen Haus hinzu.

Russische Militärmaschinen in Venezuela | Bildquelle: REUTERS
galerie

Auf dem Flughafen von Caracas waren am Wochenende zwei russische Militärmaschinen gelandet.

Zwei russische Militärflugzeuge in Venezuela

Am Wochenende waren die beiden russischen Militärflugzeuge in Venezuela gelandet. Nach venezolanischen Medienberichten handelt es sich um eine Transportmaschine Antonow 124 und eine Iljuschin 62, die fast 100 Militärs und eine Fracht von 35 Tonnen an Bord führten. Das Außenministerium in Moskau erklärte, Russland habe das Militär in "strikter Übereinstimmung" mit der venezolanischen Verfassung und einer bilateralen Übereinkunft zu einer Militärkooperation geschickt. Wie viele Soldaten es seien, teilte es nicht mit.

In Venezuela tobt seit Wochen ein erbitterter Machtkampf zwischen Staatschef Nicolás Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Guaidó. Die USA versuchen seit Wochen, Maduro zum Rückzug zu drängen.

Guaidó auch von Deutschland anerkannt

Russland und China gehören zu den Staaten, die die Regierung Maduros in der politischen und humanitären Krise in Venezuela weiterhin unterstützen. Die USA, Deutschland, zahlreiche EU-Staaten und viele lateinamerikanische Länder haben indessen Guaidó anerkannt, der Maduro offen herausgefordert hatte.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. März 2019 um 13:24 Uhr.

Darstellung: