Flugpassagiere bei der Einreise in die USA | Bildquelle: REUTERS

Informationen zur Einreise US-Visum nur mit Social-Media-Auskunft

Stand: 02.06.2019 21:18 Uhr

Das US-Außenministerium fordert künftig von fast allen Visa-Antragstellern deren Namen in sozialen Netzwerken. Zur Auswahl stehen verschiedene Netzwerke, abgefragt werden Informationen aus den vergangenen fünf Jahren.

Antragsteller für ein US-Visum werden künftig auch nach ihren Social-Media-Kontakten sowie nach Telefonnummern und E-Mail-Adressen gefragt. Das US-Außenministerium bestätigt entsprechende Medienberichte.

"Das US-Außenministerium hat seine Antragsformulare für Migranten- und Nicht-Migranten-Visa angepasst, um von den meisten Antragstellern zusätzliche Informationen zu erfragen, darunter auch Social-Media-Identifikation", hieß es in einer Stellungnahme. Die Maßnahme war bereits 2017 angekündigt worden.

Für nationale Sicherheit

Die zusätzlichen Informationen sollen dazu beitragen, die Identität des Antragstellers abzusichern. Damit solle noch besser gewährleistet werden, dass legitime Reisende einreisen können und die Nationale Sicherheit geschützt werde, so das Außenministerium.

Bisher mussten nur Antragsteller ihre Social-Media-Kontakte und E-Mail-Konten angeben, die zuvor in Ländern unterwegs waren, die von Terrororganisationen kontrolliert werden.

Mehr zum Thema

Befristete Aufenthaltsdauer ausgenommen

Künftig werden fast alle der jährlich 15 Millionen Visa-Antragsteller betroffen sein. Auf den Antragsformularen werden bestimmte Social-Media-Plattformen vorgegeben. Freiwillig können die Antragsteller - falls vorhanden - auch noch weitere Kontakte angeben.

Die meisten Touristen und Besucher, die in die USA aus Deutschland einreisen, nutzen kein Visum, sondern das Programm ESTA, das den Verzicht auf ein Visum bei einer befristeten Aufenthaltsdauer vorsieht.

Darstellung: