Waldbrände in Griechenland  | Bildquelle: dpa

Dutzende Tote bei Waldbränden "Heute trauert Griechenland"

Stand: 24.07.2018 17:23 Uhr

Die griechische Regierung spricht von einer "nationalen Tragödie": Mindestens 74 Menschen starben bei den Waldbränden nahe Athen. Mehrere EU-Länder haben inzwischen ihre Unterstützung angeboten.

Bei den verheerenden Waldbränden rund um Athen sind mindestens 74 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 180 wurden verletzt - und die Gefahr ist weiterhin nicht gebannt.

Angesichts der dramatischen Situation haben haben mehrere EU-Länder nun ihre Hilfe angeboten. Der italienische Premierminister Giuseppe Conte twitterte, dass Italien zwei Löschflugzeuge zur Verfügung stelle.

Zypern, Spanien und Bulgarien sicherten ebenso Flugzeuge, Einsatzkräfte, Ärzte und Löschfahrzeuge zu. Der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides will sich noch heute auf den Weg nach Athen machen. Er werde dort die EU-Hilfen koordinieren, die bereits auf dem Weg seien. Mit dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras sei er in ständigem Kontakt.

Tsipras ordnete eine dreitägige landesweite Trauer an. "Heute trauert Griechenland, und im Gedenken an diejenigen, die wir verloren haben, verkünden wir eine dreitägige Trauerperiode", sagte er. Doch die Menschen dürften sich nicht vom Schmerz überwältigen lassen, "denn diese Stunden sind Stunden des Kampfes, der Einheit, des Muts und vor allem der Solidarität".

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Brände in Griechenland (Juli 2018)

Menschen flüchten sich in Mati ins Meer

Wer konnte flüchtete sich bei dem verheerenden Feuer am 23. Juli in Mati ans Ufer des Meeres und wartete auf Hilfe. | Bildquelle: REUTERS

Unterstützung auch von der Bundesregierung

Auch die Bundesregierung versprach Unterstützung: "Das Leid der betroffenen Menschen berührt uns alle", schrieb Bundeskanzlerin Angela Merkel an den griechischen Regierungschef. "In diesen schweren Stunden" stehe Deutschland fest an der Seite seiner griechischen Freunde.

Zuvor hatten bereits Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl ausgedrückt.

Auch die Türkei bot dem Nachbarland Griechenland Flugzeuge und Hubschrauber an. Der türkische Landwirtschafts- und Forstminister Bekir Pakdemirli sagte in Ankara, die Flugzeuge seien 45 Minuten entfernt. "Sollte es eine Anfrage geben, stehen wir bereit, sofort zu intervenieren".

Opferzahlen könnten weiter steigen

Inzwischen konnten die meisten Brände unter Kontrolle gebracht werden. Die Bilanz ist jedoch verheerend. In den Gebieten im Osten und Westen Athens kamen mindestens 74 Menschen in den Flammen ums Leben, viele von ihnen verbrannten bei lebendigem Leibe. Weitere Menschen werden vermisst. Die Zahl der Verletzten stieg laut Feuerwehr auf mehr als 180, darunter 23 Kinder.

Besonders betroffen waren der Badeort Mati und die Hafenstadt Rafina. Der Bürgermeister von Rafina, Vangelis Bournous befürchtete, dass die Opferzahlen noch steigen könnten. "Wir suchen von Haus zu Haus. Ich gehe von 60 Opfern aus", sagte er dem griechischen Nachrichtensender Skar. Allein in seiner Region seien mindestens 1200 Häuser zerstört.

Am Vormittag entdeckten Rettungsmannschaften 26 Leichen an einem Steilhang. Die Opfer, darunter etliche Familien, hatten wohl versucht, den Flammen zu entkommen und waren von ihren Häusern in Richtung Küste gerannt. Doch dieser Küstenabschnitt kann nur über einen schmalen Pfad erreicht werden, in dem dichten Rauch und in ihrer Panik finden ihn die Menschen nicht. Die Flammen kamen von allen Seiten und schlossen die Menschen ein.

Mindestens 50 Tote bei Waldbränden in Griechenland
tagesschau 16:00 Uhr, 24.07.2018, Ellen Trapp, ARD Rom

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Dicht besiedelte Ferienregion

Der Zivilschutz hatte bereits am Sonntag vor großer Waldbrandgefahr gewarnt. Es hatte fast zwei Wochen lang nicht geregnet. Es herrschten Temperaturen um die 39 Grad Celsius. Am Montag kam starker Wind hinzu.

Zunächst brach ein Brand im Westen Athens aus. Die Ursache sei noch unbekannt, hieß es von der Feuerwehr. Mehrere Häuser wurden zerstört, Opfer gab es aber nicht. Um die Mittagszeit entstanden neue Feuer im Osten Athens. Die bereits stark ausgelasteten Feuerwehrleute, die Löschflugzeuge und Hubschrauber mussten nun an zwei großen Fronten kämpfen.

De zweite Front befindet sich entlang der Ostküste Athens und ist ein riesiges Urlaubsgebiet. In den Pinienwäldern stehen Tausende Ferienhäuser und Wohnungen. Viele Athener haben dort ihren zweiten Wohnsitz.

Die Flammen fegten mit hoher Geschwindigkeit über die Region. Tausende Menschen flüchteten in Panik Richtung Mittelmeer. Fischer, die Küstenwache und Urlauber mit Schlauchbooten brachten mehr als 700 Menschen in Sicherheit. Tausende Menschen übernachteten im Freien, in Autos und Sporthallen.

Waldbrände in Griechenland: Menschen retten sich aufs Meer
tagesschau24 09:00 Uhr, 24.07.2018, Ellen Trapp, ARD Rom

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Juli 2018 um 14:00 Uhr.

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