Ex-Hollywood-Produzent Weinstein auf dem Weg zum Gericht in New York | Bildquelle: AFP

Einigung mit Opfern Weinstein kauft sich frei

Stand: 24.05.2019 16:12 Uhr

Im Skandal um mutmaßliche sexuelle Belästigung durch Ex-Filmmogul Weinstein dürfte ein großer Teil der Klagen gegen ihn bald beigelegt werden. Er soll Entschädigungen in Höhe von 44 Millionen Euro zahlen.

Der ehemalige Hollywood-Produzent Harvey Weinstein hat laut einem Medienbericht in seinen Zivilverfahren wegen sexueller Übergriffe eine vorläufige Vereinbarung über eine Millionenentschädigung erzielt. Die außergerichtliche Regelung, die sämtliche Opfer und Gläubiger betreffe und auch die Verfahren in Kanada und Großbritannien einschließe, belaufe sich auf 44 Millionen Dollar (39,4 Millionen Euro), berichtete das "Wall Street Journal".

Ashley Judd, Anabella Sciorra und Salma Hayek | Bildquelle: REUTERS
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Ashley Judd und Salma Hayek gehören zu den Frauen, die Weinstein sexuelle Belästigung vorwerfen.

Weinstein hatte - unfreiwillig - die "MeToo-Bewegung" ins Rollen gebracht, als ihm im Jahr 2017 mehr als 80 Frauen Belästigung, sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung vorwarfen.

Strafverfahren läuft weiter

Weinsteins Sprecher wollte sich zu dem Bericht bisher nicht äußern, Die Einigung würde allerdings nur die Zivilverfahren betreffen. Das derzeit in New York laufende Strafverfahren gegen ihn, in dem es um eine Vergewaltigung und erzwungenen Oralverkehr geht, ist davon nicht betroffen. Sollte Weinstein in den beiden Fällen schuldig gesprochen werden, droht ihm eine lebenslange Haft. Der eigentliche Prozess soll im September beginnen. Weinstein bestreitet bis heute, dass es jemals zu nicht einvernehmlichem Geschlechtsverkehr mit den betroffenen Frauen gekommen sei.

Mit Informationen von Georg Schwarte, ARD-Studio New York

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 24. Mai 2019 um 16:37 Uhr.

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