Gesundheitsbeamte in Chemikalienschutzanzügen kontrollieren am Flughafen die Körpertemperatur von Passagieren, die aus der Stadt Wuhan angereist sind. | Bildquelle: dpa

Neue Studie zu Wuhan Viele Infektionen blieben unentdeckt

Stand: 17.07.2020 15:07 Uhr

Nachdem die Corona-Pandemie in Wuhan ausgebrochen war, wurden in der zentralchinesischen Stadt bis zu 50.000 Infektionen gemeldet. Jetzt wurde bekannt, dass es wohl viel mehr Fälle gab.

Während des Corona-Ausbruchs in Wuhan ist laut einer neuen Studie ein großer Teil der Infektionen unentdeckt geblieben. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung chinesischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in der Zeitschrift "Nature" veröffentlich wurde.

Demnach sind in der ersten akuten Phase des Infektionsgeschehens zwischen Anfang Januar und Anfang März bis bis zu 87 Prozent der Infektionen möglicherweise unentdeckt geblieben.

Ausbruch anhand von Modellen rekonstruiert

Für die Untersuchung wurde mittels statistischer und epidemiologischer Modelle der Ausbruch in Wuhan rekonstruiert.

Bereits zuvor waren andere internationale Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass viele Sars-CoV-2-Infektionen unerkannt blieben, weil beispielsweise Infizierte keine oder nur schwache Symptome gezeigt hätten.

In Wuhan war die Pandemie weltweit zuerst ausgebrochen. Rund 50.000 Infektionen und knapp 4000 Tote wurden gemeldet. 

Wenig neue Infektionen

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurden im Juni bei Massentests von fast zehn Millionen Bürgern nur noch 300 Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Erreger entdeckt, ohne dass die Infizierten Symptome aufgewiesen hätten.

Offiziell gibt es landesweit gibt es nur wenig neue Infektionen.

Darstellung: