Moschee in Deutschland | Bildquelle: dpa

Rechtsextremismus Weniger Angriffe auf Muslime

Stand: 22.08.2018 10:37 Uhr

Angriffe auf Muslime und Moscheen in Deutschland haben in der ersten Jahreshälfte abgenommen. Insgesamt wurden 320 antimuslimische Straftaten registriert, deutlich weniger als im ersten Halbjahr 2017.

Die Zahl der Straftaten gegen Muslime und ihre Gebetshäuser hat 2018 abgenommen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" und beruft sich dabei auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion.

Weniger Straftaten, mehr Verletzte

Demnach wurden in den ersten sechs Monaten 2018 insgesamt 320 antimuslimische Straftaten registriert; im Vorjahreszeitraum waren es noch knapp 500 gewesen. Zugenommen hat dagegen die Zahl der verletzten Menschen: Im ersten Halbjahr 2018 waren es 25, im Vorjahreszeitraum lediglich 18.

Bei nahezu allen Straftaten sei davon auszugehen, dass die Täter Rechtsextremisten waren. Bei den meisten Taten handele es sich um Volksverhetzung, Nazi-Schmierereien, Drohbriefe und Beleidigungen - etwa gegen kopftuchtragende Frauen - sowie Sachbeschädigungen. Es ist allerdings das erste Mal, dass eine Tendenz in diesem Kriminalitätsbereich vorliegt: Die Behörden werten Daten islamfeindlicher Straftaten erst seit Jahresbeginn 2017 aus.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. August 2018 um 10:00 Uhr.

Darstellung: