Asylbewerber stehen in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (ZAE) in Zirndorf (Bayern) am Eingang zur Kantine.

Statistisches Bundesamt Ausgaben für Asylbewerber gesunken

Stand: 16.09.2019 16:08 Uhr

411.000 Menschen haben Ende 2018 in Deutschland Geld nach dem Asylbewerberleistungsgesetz empfangen. Die Zahl sank nach Angaben des Statistischen Bundesamtes seit 2015 zum dritten Mal in Folge - und zwar zweistellig.

Die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen hat sich im vergangenen Jahr deutlich reduziert. Insgesamt bezogen Ende 2018 rund 411.000 Asylbewerber diese staatlichen Leistungen. Das sind 58.000 oder zwölf Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Nach dem Höchststand im Jahr 2015 mit fast einer Million Bezieher habe sich die Zahl der Leistungsempfänger damit das dritte Jahr in Folge verringert.

Fast zwei Drittel der Empfänger (64 Prozent) der Geld- und Sachleistungen waren nach Angaben der Statistiker Männer, 36 Prozent Frauen. Die Zahl der Minderjährigen habe bei 31 Prozent gelegen.

Rund die Hälfte der Bezieher stammen aus Asien

Rund die Hälfte der Bezieher seien aus Asien (53 Prozent/220.000) nach Deutschland gekommen, erklärte die Behörde. Von dieser Gruppe stammten 63.000 Personen aus Afghanistan, 43.000 aus dem Irak und 23.000 aus Syrien. Aus Afrika stammten 96.000 Bezieher, aus Europa 83.000.

Asylbewerber warten in einer Aufnahmeeinrichtung
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Zum dritten Mal in Folge sinkt die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen.

Die staatlichen Ausgaben für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz betrugen laut Bundesamt im Jahr 2018 knapp 4,9 Milliarden Euro brutto. Im Vergleich zum Vorjahr sanken sie um 17 Prozent.

Berechtigt für Leistungen sind Ausländer, die sich tatsächlich im Bundesgebiet aufhalten und eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylgesetz besitzen. Ausländer, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) als Flüchtlinge oder Asylberechtigte anerkannt wurden, sind dagegen nicht leistungsberechtigt und damit auch nicht in dieser Statistik erfasst.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 16. September 2019 um 17:15 Uhr.

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