Badeseen-Test des ADAC Planschen mit Enterokokken

Stand: 28.06.2012 09:43 Uhr

Der ADAC hat die Sauberkeit der deutschen Badeseen beanstandet. An jeder fünften von insgesamt 60 Messstellen in den Badeseen stellten die Prüfer zu hohe Keimkonzentrationen im Flachwasser fest, wie der Automobil-Club mitteilte. Die vom Umweltbundesamt empfohlenen Grenzwerte für Badeverbote würden oft deutlich überschritten.

Zum Beispiel sei eine sehr hohe Konzentration von sogenannten Intestinalen Enterokokken gemessen worden. Gesundheitsgefährdende Keimkonzentrationen dieser Art könnten gerade bei Kindern Infektionen auslösen, warnten die Experten. Für eine solche Verunreinigung sei häufig Tierkot verantwortlich.

Testsieger in Schleswig-Holstein

Badesee
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Planschen ist an vielen Badeseen gesundheitsgefährdend, sagt der ADAC.

Testverlierer mit "mangelhaft" war eine Messstelle im Strandbad Horn in Gaienhofen am Bodensee. Auf den ersten Platz kam der Badestrand vor dem Campingplatz Godau am Südwestufer des Großen Plöner Sees in Schleswig-Holstein. Der Strand wurde mit der Note "sehr gut" bewertet. Weitere zwölf Seen erhielten die Bewertung "sehr gut". 19 Mal wurde die Note "gut" vergeben, 15 Mal "ausreichend". Zwölf Messstellen wurden jedoch mit der zweitschlechtesten ADAC-Benotung "bedenklich" eingestuft.

Die ADAC-Experten nahmen zwischen Juni und August 2011 jeweils drei Wasserproben pro Messstelle. Die Werte wurden im Mai 2012 nochmals überprüft. Allerdings wurden die Messungen nicht wie die offiziellen EU-Messungen im sogenannten Schwimmbereich (ab einem Meter Wassertiefe), sondern in den von Kindern stark frequentierten Flachwasserzonen bis 30 Zentimeter Wassertiefe durchgeführt.

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