Studenten sitzen in einem Hörsaal

Exzellenzstrategie für Hochschulen Spitzenförderung für Spitzenforschung

Stand: 16.06.2016 21:55 Uhr

Elf Hochschulen in Deutschland werden ab 2019 besonders gefördert. Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten beschlossen die neue Exzellenzstrategie für Spitzenforschung. Hamburg setzte zuvor eine wichtige Änderung der Pläne durch.

Der Streit zwischen den Bundesländern über die neue "Exzellenzstrategie" ist beigelegt. Bund und Länder einigten sich auf eine Fortsetzung der Förderung der Spitzenforschung in Deutschland. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit den Länder-Ministerpräsidenten mit. Damit können ab 2019 elf Hochschulen für einen Zeitraum von sieben Jahren als "Exzellenz-Universitäten" gefördert werden - mit 533 Millionen Euro pro Jahr.

Hamburg setzt Änderung durch

Das Projekt war zuletzt noch einmal in Gefahr geraten, weil Hamburg Widerstand leistete und Einstimmigkeit der Beteiligten erforderlich war. Die ursprüngliche Vorlage hatte nach Ansicht des Hamburger Senats keine fairen Chancen bei der Auswahl neuer Elite-Universitäten gewährleistet. "Exzellenz-Unis sollen alle sieben Jahre im Wettbewerb mit anderen beweisen, dass sie noch die Besten sind. Wer sich anstrengt, soll auch aufsteigen können", hatte Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank im Gespräch mit tagesschau.de erklärt. Sie bemängelte, dass der ursprüngliche Entwurf vorsehe, dass eine andere Uni erst dann aufrücken könne, wenn eine der Exzellenzuniversitäten sich disqualifiziere.

Der nun gefundene Kompromiss sieht vor, dass die elf Elite-Hochschulen der ersten Förderphase nach sieben Jahren gründlich evaluiert werden. Dann würden sicherlich einige Unis aus dem Exzellenz-Programm wieder herausfallen, erklärte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Die frei werdenden Plätze würden ausgeschrieben - in jedem Fall sollten aber vier Hochschulen neu zum Zuge kommen. Damit sei auch die von Hamburg geforderte "Dynamik" im System gewährleistet.

Auch Förderung kleinerer Unis beschlossen

Außerdem segneten die Ministerpräsidenten und Merkel im Kanzleramt das Programm "Innovative Hochschule" für kleinere Unis und Fachhochschulen sowie den sogenannten Tenure-Track-Pakt zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ab. Darin geht es um insgesamt 1,5 Milliarden Euro für zehn Jahre. Wanka begrüßte das beschlossene Gesamtpaket: "Das ist ein wirklich großartiger Tag für das deutsche Wissenschaftssystem, für alle Hochschulen und unseren wissenschaftlichen Nachwuchs."

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