Polizisten mit Spürhund gehen nach einer Bombendrohung ins Justizzentrum Erfurt | Bildquelle: dpa

Polizei durchsucht Gebäude Bombendrohungen gegen mehrere Gerichte

Stand: 07.07.2020 16:16 Uhr

Nach einer Serie von Bombendrohungen sind mehrere Gerichte und eine Behörde in verschiedenen Bundesländern geräumt worden. Sprengstoff fand die Polizei nicht. Über Täter und Hintergründe ist noch nichts bekannt.

Mehrere Amts- und Landgerichte in Deutschland sind nach Bombendrohungen geräumt worden. Betroffen sind nach ersten Meldungen Erfurt, Mainz, Lübeck, Wolfsburg und Baden-Baden.

In Hanau wurde - ebenfalls nach einer Bombendrohung - das Gebäude der Bundesagentur für Arbeit evakuiert. Am Abend zuvor war auch beim Amtsgericht in Chemnitz eine Mail eingegangen, "die in ihrem Wortlaut den Schluss einer Bombendrohung zuließ", teilte die Polizei mit. Zusammenhänge zu den Drohungen in anderen Städten würden geprüft, hieß es. 

In Mainz ging die Bombendrohung nach Angaben einer Polizeisprecherin gegen 7.30 Uhr ein. Alle Mitarbeiter mussten die Gebäude verlassen. Nähere Angaben machte sie nicht. Das Justiz-Zentrum wurde mit Spürhunden durchsucht. Mehrere Nebengebäude seien darüber hinaus freiwillig geräumt worden. 

Polizei setzte Spürhunde ein

Auch in Wolfsburg wurde das Amtsgericht geräumt. Die Drohung ging ersten Ermittlungen zufolge per Mail ein. Um 9.15 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. In Erfurt wurden das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft bedroht. Das Gebäude werde von Spürhunden durchsucht. Bis zum Mittag wurden Verhandlungen ausgesetzt.

Die Hintergründe sind bisher unklar

Die Polizei in Lübeck teilte mit, dass das Amtsgericht nach einer Bombendrohung geräumt wurde. Weitere Angaben machten die Ermittler nicht. Die Hintergründe der Drohungen blieben zunächst unklar.

Im April hatte es im Zusammenhang mit dem Prozess gegen den mutmaßlichen Urheber einer Serie rechtsextremer Drohschreiben am Berliner Landgericht eine Bombendrohung gegeben. Die Verhandlung musste unterbrochen werden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. Juli 2020 um 15:00 Uhr.

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