Ein Pfleger mit Handschuhe hält die Hand eines Covid-19-Patienten | Bildquelle: dpa

Corona-Bonus nur für Altenpflege "Darüber müssen wir noch mal reden"

Stand: 07.07.2020 14:58 Uhr

Für Mitarbeiter in der Altenpflege soll es als Anerkennung in der Corona-Pandemie nicht nur Beifall geben - sondern auch noch eine Extraprämie. Und was ist mit der Krankenpflege? Die Frage wird immer lauter gestellt.

Dass nur Personal in der Altenpflege einen Bonus für die besonderen Belastungen in der Corona-Krise bekommen soll, sorgt weiter für Kritik. "Die Betroffenen empfinden es zu Recht als ungerecht, dass der Pflegebonus nicht in der Krankenpflege ankommt", sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der "Augsburger Allgemeinen".

Studie des Familienministeriums: Aufwertung von sozialen Berufen
tagesschau 17:00 Uhr, 07.07.2020, Martin Schmidt, ARD Berlin

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Bis zu 1500 Euro

Der Bundestag hatte den steuerfreien Corona-Bonus von bis zu 1000 Euro Mitte Mai beschlossen. Bekommen sollen ihn alle Mitarbeiter in der Altenpflege - also neben Pflegekräften auch Auszubildende und andere Beschäftigte in den Einrichtungen. Die Höhe der gestaffelten Prämie richtet sich nach Funktion und Arbeitszeit. Länder oder die Arbeitgeber können den Bonus auf bis zu 1500 Euro aufstocken, die steuerfrei bleiben würden.

Die Kosten für den Bund werden mit rund einer Milliarde Euro veranschlagt - tragen soll dies vorerst die Pflegeversicherung, der Bund hat aber einen Zuschuss angekündigt.

Lauterbach fordert Pflegegipfel

Lauterbach forderte von der Bundesregierung noch in diesem Jahr ein Treffen zu einer grundsätzlichen Reform der Bezahlung im Krankenhauswesen. Er ergänzte: "Wir brauchen einen Pflegegipfel aus Politik und den Tarifpartnern mit dem Ziel, wie wir die Pflege im Vergleich zu anderen Berufen im Gesundheitssystem überproportional besser vergüten können." Dabei sei auch noch mal über den Pflegebonus zu reden.

"Am Anfang der Pandemie herrschte breiter Konsens darüber, dass die Krankenpflege unterbezahlt ist, aber leider wurden daraus bislang keinerlei Konsequenzen gezogen." Das Tarifgefüge spiegele nicht die Bedeutung des Berufs und die gestiegenen Anforderungen. "Der Abstand zwischen Ärzten und Pflegepersonal ist zu hoch." Ohne bessere Bezahlung werde sich der Pflegemangel an den Kliniken verschärfen.

Unterschied "nicht erklärbar"

Die pflegepolitische Sprecherin der Grünen, Kordula Schulz-Asche, sagte der Zeitung: "Man kann den Menschen nicht erklären, warum die Bundesregierung nur in der Langzeitpflege den sogenannten Pflegebonus zahlen will."

Der Linke-Politiker Harald Weinberg forderte eine Ausweitung auf alle nichtärztlichen Berufe im Gesundheitswesen. "Enttäuschung und Ärger in der Kranken- und Behindertenpflege sind mehr als verständlich." Die Bundesregierung verweist zur Begründung auch auf ein generell niedrigeres Lohnniveau in der Altenpflege.

Franziska Giffey, Bundesfamilienministerin, erläutert die Pläne zur Aufwertung sozialer Berufe
Morgenmagazin, 07.07.2020

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Bewusste Ungleichbehandlung

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte im ARD-Morgenmagazin: "Alle, die in den sozialen Berufen arbeiten, haben Anerkennung verdient." Auch sie verwies auf deutlich niedrigere Durchschnittslöhne in der Altenpflege im Vergleich zur Pflege in Krankenhäusern. Der Pflegebonus solle daher "auch zu mehr Gerechtigkeit führen und dieses Lohngefälle ein Stück weit abfangen".

Fraktionsvorsitzende Georg Nüßlein (CSU) forderte indes die Kliniken zu Bonuszahlungen auf: "Ich würde mich freuen, wenn die Beschäftigten der Krankenhäuser, die durch Covid-19 besonders belastet waren oder sind, von ihren Arbeitgebern auch eine monetäre Anerkennung erhielten". In der Corona-Krise sei die Situation in den Klinken bislang sehr unterschiedlich. "Den Belastungsgrad können dort die Arbeitgeber am besten beurteilen."

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 07. Juli 2020 um 07:40 Uhr.

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