Ein Helfer eines Testzentrums hält einen Corona-Schnelltest und eine Pipette in den Händen | Bildquelle: dpa

Corona-Pandemie RKI meldet wieder mehr als 20.000 neue Fälle

Stand: 03.12.2020 07:33 Uhr

Seit gestern sind in Deutschland 22.046 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Zahl der Todesfälle bleibt mit 479 hoch. Gesundheitsminister Spahn will, dass Lehrer und Erzieher sich selbst testen dürfen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) seit gestern 22.046 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind rund 200 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Damit bleibt das Infektionsgeschehen weiterhin hoch. Mit 479 neuen Todesfällen meldeten die Gesundheitsämter außerdem den zweithöchsten Stand seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert von 487 Todesfällen war gestern erreicht worden. Die Gesamtzahl der Menschen, die in Deutschland an oder mit einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 17.602.

"Die Lage bleibt angespannt", Lothar Wieler, RKI-Präsident, zur Corona-Situation
tagesschau 24 11:00 Uhr, 03.12.2020

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Insgesamt hat das RKI rund 1,1 Millionen Infektionen registriert. Nach Schätzungen sind rund 800.000 Menschen inzwischen genesen. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht wie auch gestern bei 0,89. Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter dem Wert von 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Selbsttests für Lehrer und Erzieher

An den Schulen gab es laut RKI seit Beginn der Pandemie 636 Corona-Ausbrüche. Nach einem Bericht von Zeitungen der Funke Mediengruppe wurden in den vergangenen vier Wochen rund 64 Ausbrüche pro Woche gemeldet. Ein Drittel davon wurde bei Schülern in der Altersgruppe zwischen 15 und 20 Jahren registriert, bei den 6- bis 10-Jährigen lagen die Ausbrüche bei unter 20 Prozent. Der Anteil der Infektionsfälle an Schulen lag den Daten zufolge bei etwa zwei Prozent.

Um Schulen und Kitas weiter offen zu halten, sollen sich Lehrer und Erzieher in Zukunft nach einer entsprechenden Schulung selbst auf das Coronavirus testen dürfen. "Kitas und Schulen beziehungsweise ihre Träger können von Freitag an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Antigen-Schnelltests könnten dabei helfen, Lehrer und Erzieher und damit auch Kinder besser zu schützen.

Bislang dürfen solche Tests nur von medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden. Mit einer neuen Verordnung, die morgen in Kraft tritt, sollen die Selbsttests erlaubt werden. Außerdem können dann Schulträger bei Bedarf geschultem Personal Tests vor Ort durchführen. "Das ist eine weitere alltagstaugliche Option, um Kindern auch in Pandemiezeiten den Kita- oder Schulbesuch zu ermöglichen", sagte Spahn.

Spahn kündigt Schnelltests für Lehrerinnen und Erzieher an
Isabel Reifenrath, ARD Berlin)
03.12.2020 07:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Dezember 2020 um 09:00 Uhr.

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