Ein Labormitarbeiter untersucht Proben im Nationales Referenzzentrum für Atemwegsviren | Bildquelle: AFP

Coronavirus Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Hubei

Stand: 28.01.2020 18:13 Uhr

Die Bundesregierung warnt vor Reisen in die zentralchinesische Provinz Hubei, von der sich das Coronavirus ausbreitet. Nach der ersten Infektion in Deutschland ordnete Gesundheitsminister Spahn verschärfte Informationen im Flugverkehr an.

In Deutschland ist der erste Fall eines Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus bekannt geworden - die Bundesregierung warnt nun davor, in die chinesische Provinz Hubei zu reisen. Von dort aus breitet sich das neuartige Coronavirus aus. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von Reisen in die Region um die Millionenstadt Wuhan abgeraten. Jetzt heißt es auf der Internetseite des Ministeriums: "Vor Reisen in die Provinz Hubei wird gewarnt." An anderer Stelle heißt es aber weiterhin: "Das Risiko für deutsche Reisende in Wuhan wird als moderat eingeschätzt."

Nach Angaben des Auswärtigen Amts befinden sich in der Region 90 Deutsche und Angehörige. Derzeit wird eine Rückholaktion für sie geprüft.

Bayerische Gesundheitsbehörden bestätigen ersten Coronavirus-Fall in München
tagesschau 20:00 Uhr, 28.01.2020, Vera Cornette, BR

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Schärfere Informationen im Flugverkehr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat als Reaktion auf die erste bestätigte Infektion mit dem Coronavirus in Deutschland verschärfte Informationspflichten im Flugverkehr angeordnet. Piloten von Flügen aus China müssen bei einer Landung in Deutschland den Tower über den Gesundheitszustand ihrer Passagiere informieren, sagte Spahn.

Reisende werden außerdem verpflichtet, Formulare zu ihrem Gesundheitszustand auszufüllen. Fluggesellschaften müssen die Informationen an die Behörden weiter geben. Es müssen auch Sitzpläne aus den Flugzeugen weitergegeben werden, damit nachvollziehbar ist, wer neben wem saß. Spahn widersprach zugleich Forderungen, an Flughäfen Fiebermessstellen einzurichten. Dies bringe nichts, sagte er.

Eilverordnung für Krankenhäuser

Neben der Anordnung für den Flugverkehr verpflichtete Spahn per Eilverordnung außerdem Krankenhäuser, auch Verdachtsfälle auf den Coronavirus zu melden. Bisher müssen nur bestätigte Fälle gemeldet werden. Er habe außerdem mit den Bundesländern abgestimmt, dass das Robert Koch-Institut in Berlin eine größere Koordinierungsbefugnis bekommt als bisher.

Der Bundesgesundheitsminister rief zu Gelassenheit auf. Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China sei nach derzeitiger Einschätzung gering. "Für übertriebene Sorge gibt es keinen Grund", sagte er.

Verbreitung neues Coronavirus
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Bestätigte Fälle gibt es bislang (Stand 28.1.) in China, in Frankreich und Deutschland, in Nepal, Vietnam, Thailand, Taiwan, Malaysia, Kambodscha, Südkorea, Japan, Australien und den USA.

Auch nach der Bestätigung eines ersten Falls des Coronavirus in Bayern bleibe die Gefahr für die Gesundheit der deutschen Bevölkerung gering, erklärte das Robert Koch Instituts (RKI). Diese Einschätzung könne sich aber kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern, so das Institut. Mit einem Import von einzelnen Fällen nach Deutschland müsse gerechnet werden. Auch einzelne Übertragungen in Deutschland seien möglich. Infektketten - also eine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung - und Erkrankungsfälle bei medizinischem Personal seien bisher aber nur in China beobachtet worden.

China entsendet fast 6000 Ärzte und Pfleger in Coronavirus-Infektionsgebiet
tagesschau 20:00 Uhr, 28.01.2020

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Auch Taiwan meldet erste Übertragung

Das neuartige Coronavirus kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits mehr als 100 Menschen gestorben sind - die meisten davon waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen. Die Gesamtzahl der weltweit bekannten Erkrankungen ist inzwischen auf mehr als 4500 gestiegen.

Weltweit steigt die Zahl der Patienten. Rund 60 Nachweise wurden bisher unter anderem aus den USA, Japan, Südkorea, Kanada, Thailand und Australien gemeldet. Nun gibt es auch einen ersten Übertragungsfall in Taiwan. Ein 50 Jahre alter Mann habe sich bei seiner Frau angesteckt, nachdem diese von einer Reise in die zentralchinesische Stadt Wuhan zurückgekehrt sei, teilte die zuständige Behörde CECC mit. Die Frau war demnach wenige Tage nach ihrer Rückkehr mit Fieber in ein Krankenhaus eingewiesen worden. Schon zuvor waren sieben Taiwaner mit der Virus-Erkrankung eingereist, hatten aber keine anderen Menschen im Land angesteckt.

Der Würzburger Tropenmediziner August Stich rät zu "aufmerksamer Gelassenheit". "Die Einschläge kommen zwar näher, aber mehr ändert sich an der Gesamtsituation auch nicht", sagte der Chefarzt der Klinik für Tropenmedizin an der Würzburger Missioklinik.

Sars Ausbruch
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Vergleicht man Ausbrüche wie SARS mit der saisonalen Grippe, so zeigt sich: Die Zahl der schweren Fälle und der Toten ist bei der saisonalen Grippe erheblich größer.

EU bietet Hilfe an

Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten Hilfe bei der Koordinierung von Rückholaktionen von EU-Bürgern aus China angeboten. Durch die Aktivierung des EU-Zivilschutzmechanismus könne die Brüsseler Behörde beim Kampf gegen das neuartige Coronavirus helfen, sagte ein Kommissionssprecher. Frankreich nahm das Angebot umgehend an: Paris habe den Zivilschutz für "konsularische Unterstützung von EU-Bürgern in Wuhan aktiviert", teilte EU-Katastrophenkommissar Janez Lenarcic via Twitter mit.


Hotline für Bürger

Die Behörden in Bayern haben für Bürger eine Telefon-Hotline eingerichtet, bei der sich besorgte Bürgerinnen und Bürger melden können.

Unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 können die Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen.

Wichtige Informationen zum Coronavirus und dem ersten bestätigten Fall in Bayern sind zudem auf der Internetseite des bayerischen Gesundheitsministeriums unter www.coronavirus.bayern.de zu finden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. Januar 2020 um 16:00 Uhr.

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