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DeutschlandTrend GroKo-Parteien gewinnen an Profil

Stand: 22.02.2019 00:00 Uhr

Die jüngsten Debatten über Sozialstaat und Zuwanderung haben die Profile von Union und SPD geschärft. Laut ARD-DeutschlandTrend ist die Mehrheit der Deutschen überzeugt, dass sich die Parteien wieder stärker unterscheiden.

Fast drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) sind angesichts der SPD-Vorschläge zur Sozialpolitik und der CDU-Debatte zur Zuwanderungspolitik der Ansicht, dass die inhaltlichen Unterschiede zwischen den Regierungsparteien größer geworden sind. Laut DeutschlandTrend im ARD-Morgenmagazin findet mehr als jeder Fünfte (21 Prozent) eher nicht, dass die Unterschiede größer geworden sind.

Eine deutliche Mehrheit, und zwar wieder 74 Prozent der Bevölkerung, fände es außerdem gut, wenn sich Union und SPD inhaltlich wieder stärker voneinander unterschieden. 21 Prozent fänden dies nicht gut.

Die Mehrheit sieht die Regierungskoalition aufgrund inhaltlicher Differenzen nicht in Gefahr. 63 Prozent der Befragten erwarten nicht, dass die Regierungskoalition deswegen vorzeitig scheitert. Nur knapp jeder Dritte (30 Prozent) glaubt an ein frühzeitiges Misslingen. Nur die AfD-Anhänger rechnen mehrheitlich mit einem Scheitern der Regierung, die Anhänger aller anderen Parteien gehen überwiegend nicht von einem Scheitern aus.

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ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin

Sonntagsfrage

Sonntagsfrage

Leichter Zuwachs bei Union und SPD

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union aus CDU und CSU auf 30 Prozent der Wählerstimmen. Für die SPD würden sich 18 Prozent der Befragten entscheiden. Im Vergleich zum DeutschlandTrend vom 14. Februar 2019 können Union und SPD jeweils um einen Prozentpunkt zulegen. Insgesamt käme die Regierungskoalition aus Union und SPD damit auf 48 Prozent der Stimmen.

Die AfD würden 12 Prozent der Befragten wählen, die FDP und die Linke kommen auf je 8 Prozent und die Grünen erreichen 18 Prozent. Im Vergleich zum DeutschlandTrend vom 14. Februar 2019 verlieren die AfD, die FDP und die Grünen jeweils einen Prozentpunkt. Der Stimmenanteil für die Linke bleibt unverändert.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Dual Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl: 1029 Wahlberechtigte
Erhebungszeitraum: 19. bis 20. Februar 2019
Gewichtung: nach soziodemographischen Merkmalen
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 5 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 22. Februar 2019 um 05:37 Uhr.

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