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Umfrage zum Klimawandel 86 Prozent sagen, der Mensch sei schuld

Stand: 17.05.2019 00:04 Uhr

Die AfD bezweifelt, dass der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist. Doch selbst ihre eigenen Anhänger sehen das überwiegend anders. Die große Mehrheit der Befragten im ARD-DeutschlandTrend hat dazu eine ganz klare Meinung.

Verstärkt das Handeln der Menschheit den Klimawandel? Oder hat das alles nichts mit dem Menschen zu tun? Verändert sich das Klima vielleicht gar nicht? Die Meinung der Deutschen dazu ist eindeutig: Im aktuellen DeutschlandTrend für das ARD-Morgenmagazin sagen 86 Prozent der Befragten, der Mensch beeinflusst den Klimawandel.

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ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin

Einfluss der Menschen auf das Klima

Einfluss der Menschen auf das Klima

Anhänger der Linken noch vor den Grünen

Interessant ist dabei auch der Blick auf die Anhänger der einzelnen Parteien. Von den AfD-Anhängern sagen immerhin 34 Prozent, dass der Mensch nicht für den Klimawandel verantwortlich ist, fünf Prozent denken sogar, dass sich das Klima überhaupt nicht verändert.

Doch auch bei den AfD-Anhängern sieht mit 60 Prozent eine deutliche Mehrheit einen Einfluss der Menschheit auf das Klima - und stellt sich damit gegen die Aussagen der eigenen Partei. Im Europawahlprogramm der AfD heißt es, Klimaschutzpolitik sei ein Irrweg. Es gebe gute Gründe, daran zu zweifeln, "dass der Mensch den jüngsten Klimawandel, insbesondere die gegenwärtige Erwärmung, maßgeblich beeinflusst hat oder gar steuern könnte".

Alle anderen der größeren Parteien bekennen sich hingegen in ihren Wahlprogrammen zur Verantwortung des Menschen für den Klimawandel - und stimmen in diesem Punkt mit der Ansicht ihrer Anhänger überein. Vor allem bei den Grünen - mehr aber sogar noch bei der Linkspartei - sind nahezu alle der Ansicht, dass sich das Klima wandelt und die Menschheit dafür verantwortlich ist.

E-Tretroller lieber auf dem Radweg als auf der Straße

Im DeutschlandTrend wurde auch noch ein ganz anderes Thema abgefragt: die E-Tretroller. Sie gelten als ein möglicher Baustein für eine Verkehrswende - vor allem in Großstädten. Denn mit ihnen kann die "letzte Meile" - etwa von einer U-Bahn-Station zum Arbeitsplatz - bequem, schnell und umweltfreundlich zurückgelegt werden. Umstritten ist aber, wo diese bis zu 20 km/h schnellen Roller fahren sollen.

Der Gehweg soll für sie tabu sein - darauf hat sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit seinen Länderkollegen bereits verständigt. Aber sollen sie dann auf dem Radweg fahren oder lieber nur auf der Straße? Die Meinung der Befragten im DeutschlandTrend dazu: 65 Prozent sagen, E-Tretroller sollen grundsätzlich auf Radwegen fahren und nur dann auf der Straße, wenn es keinen Radweg gibt. Sie unterstützen damit die Strategie, die auch die Bundesregierung verfolgt. Nur ein Viertel der Befragten möchte die E-Tretroller dagegen lieber auf der Straße als auf dem Radweg.

Bundesrat entscheidet heute über Zulassung

Die Zulassung der oft auch E-Scooter genannten Roller in Deutschland soll heute die entscheidende Hürde nehmen. Der Bundesrat stimmt über eine geplante Verordnung von Scheuer ab. Debatten könnte es noch darüber geben, ob die Fahrer mindestens 14 oder 15 Jahre alt sein müssen. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass die Zulassung an solchen Detailfragen scheitert.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Dual Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl: 1033 Wahlberechtigte
Erhebungszeitraum: 14. bis 15. Mai 2019
Gewichtung: nach soziodemographischen Merkmalen
Sonntagsfrage mit separater Gewichtung
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 5 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Über dieses Thema berichtete das ARD Morgenmagazin am 17. Mai 2019 um 05:41.

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