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ARD-DeutschlandTrend Mehrheit sieht wachsenden Antisemitismus

Stand: 17.10.2019 23:56 Uhr

Der Antisemitismus breitet sich nach Ansicht einer Mehrheit der Bürger in Deutschland aus. Unter dem Eindruck des Terroranschlags von Halle meinen dies 59 Prozent laut ARD-DeutschlandTrend. Das Tempolimit auf Autobahnen bleibt umstritten.

Unter dem Eindruck des rechtsextremen Anschlags auf eine Synagoge in Halle in der vergangenen Woche sind 59 Prozent der Wahlberechtigten der Meinung, dass sich Antisemitismus in Deutschland ausbreitet. Das sind deutlich mehr (+19 Punkte) als noch vor einem Jahr. Ein gutes Drittel (35 Prozent) der Bundesbürger sieht keine steigende Judenfeindlichkeit (-16 Punkte). Das ist das Ergebnis des neuen ARD-DeutschlandTrends für das ARD-Morgenmagazin.

Die Anhänger von Union, FDP, SPD, Linkspartei und Grünen sehen zu zwei Dritteln und mehr eine Zunahme des Antisemitismus. Die Meinung der AfD-Anhänger ist zweigeteilt. 47 Prozent sind dieser Ansicht, 48 Prozent nicht.

Tempolimit auf Autobahnen bleibt umstritten

Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten (53 Prozent) spricht sich für die Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen aus. 45 Prozent der Befragten sind gegen eine Tempobeschränkung. Damit ist die Stimmung im Vergleich zum Januar 2019 im Wesentlichen unverändert (51 zu 43 Prozent).

Jüngere Bürger bis 34 Jahre sind eher gegen die Einführung einer Geschwindigkeitsbeschränkung. Dagegen steigt mit zunehmendem Alter die Akzeptanz eines Tempolimits. Anhänger der SPD, Linkspartei und vor allem der Grünen sind mehrheitlich für die Einführung eines Tempolimits, Anhänger der Union und FDP sind geteilter Meinung. AfD-Anhänger halten eher wenig vom Tempolimit.

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ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin

Breitet sich in Deutschland Antisemitismus aus?

Breitet sich in Deutschland Antisemitismus aus?

Sonntagsfrage: Schwächster Wert für Grüne seit Mai

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union aus CDU und CSU auf 28 Prozent der Wählerstimmen. Die Grünen wären mit 22 Prozent zweitstärkste Kraft. Für die SPD und die AfD würden sich jeweils 14 Prozent der Wahlberechtigten entscheiden. Die Linkspartei kommt auf acht Prozent und die FDP auf sieben Prozent. Insgesamt würde die Regierungskoalition 42 Prozent der Stimmen erreichen. Sie hätte damit aktuell keine Mehrheit.

Im Vergleich zum DeutschlandTrend vom 10. Oktober 2019 gewinnt die SPD einen Prozentpunkt, die Grünen verlieren zwei Prozentpunkte. Für die Grünen ist es der schlechteste Wert seit Mai 2019. Der Stimmenanteil für Union, AfD, FDP und Linkspartei bleibt unverändert.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Dual Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl: 1062 Wahlberechtigte
Erhebungszeitraum: 14. bis 16. Oktober 2019
Gewichtung: nach soziodemographischen Merkmalen
Sonntagsfrage mit separater Gewichtung
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 5 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

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