Umweltschützer demonstrieren für Fahrverbote | Bildquelle: dpa

In vier Städten 16.000 Verstöße gegen Diesel-Fahrverbote

Stand: 27.01.2020 16:32 Uhr

Bislang gibt es in vier Städten Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge. 16.000 Mal wurde bislang dagegen verstoßen, am häufigsten in Darmstadt und Stuttgart. Die Bußgelder belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro.

Bei Kontrollen der Dieselfahrverbote in vier deutschen Städten sind bislang mehr als 16.000 Verstöße festgestellt worden. Das ergaben Anfragen der Deutschen Presse-Agentur bei den zuständigen Behörden. Zusammen beläuft sich die Summe der verhängten Bußgelder inklusive Gebühren auf etwa 1,6 Millionen Euro, wobei noch nicht feststeht, wie viele der Bußgeldbescheide am Ende rechtskräftig sein werden.

In Darmstadt missachteten mehr als 13.000 Auto- und Lastwagenfahrer seit Juni 2019 die Beschränkungen. In Hamburg waren es seit August 2018 rund 400 Verstöße. In Berlin gab es seit Ende November 2019 51 Verwarnungen. In den drei Städten gelten Verbote für einzelne Straßen.

In Stuttgart ist das gesamte Stadtgebiet für ältere Diesel-Fahrzeuge gesperrt. Das dortige Ordnungsamt registrierte 2019 fast 3000 Missachtungen des Fahrverbots.

Stickoxid-Belastung soll sinken

In Stuttgart kostet ein Verstoß 80 Euro plus Gebühren, insgesamt 108,50 Euro. Dasselbe Bußgeld wird in Darmstadt fällig. In Berlin beträgt das Verwarn- oder Bußgeld 20 Euro für Pkw, 25 Euro für Busse und 75 Euro für Lkw. In Hamburg sind 25 Euro für Pkw und 75 Euro für Lkw zu zahlen.

Ziel der Fahrverbote ist es, die Stickoxid-Belastung zu verringern. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) setzt sich mit Klagen vor Gerichten dafür ein, dass die Kommunen mehr für eine bessere Luftqualität und die Einhaltung der Stickoxid-Grenzwerte tun.

Anmerkung: In einer vorherigen Version war die Zahl der Verstöße mit mehr als 15.000 angegeben. Tatsächlich waren es aber allein in Darmstadt mehr als 13.000 statt 12.000. Entsprechend beträgt die Gesamtzahl mehr als 16.000 Verstöße.

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