Polizeifahrzeuge sperren eine Straße in Dresden ab. | Bildquelle: dpa

Entwarnung in Dresden Weltkriegsbombe entschärft

Stand: 24.05.2018 17:17 Uhr

Die Dresdner können aufatmen: Von der besonders gefährlichen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, wegen der Tausende ihre Wohnungen verlassen mussten, geht keine Gefahr mehr aus.

Zwei Tage nach dem Fund des Sprengkörpers ist in Dresden eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg sicher entschärft worden. Das teilte die Polizei mit. Tausende Dresdner können nun in ihre Wohnungen zurückkehren.

Sprengmeister entschärfen Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg
tagesschau 20:00 Uhr, 24.05.2018, Andreas Franz, MDR

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Die Entschärfung der Fünf-Zentner-Bombe war besonders schwierig. Nach einem missglückten Entschärfungsversuch am Mittwoch kam es zu einer Teilexplosion des Blindgängers. Die erhitzte Bombe musste dann mit Hilfe eines Löschrobotors zunächst heruntergekühlt werden. Anschließend stellte sich heraus, dass von dem Sprengkörper keine Gefahr mehr ausging.

Löschroboter in Dresden | Bildquelle: dpa
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Ein Löschroboter musste die Bombe nach einer Teilexplosion herunterkühlen, bevor die Sprengmeister der Polizei einen weiteren Versuch zur Entschärfung des Blindgängers starten konnten.

Großeinsatz der Polizei

Die Weltkriegsbombe hatte die Stadt seit Dienstag in Atem gehalten. Mehr als 1000 Polizeibeamte waren im Einsatz, rund 9000 Dresdner im betroffenen Stadtteil Löbtau mussten zwei Nächte außerhalb ihrer Wohnungen verbringen. Wegen des hohen Gefahrenpotenzials entschied die Deutsche Flugsicherung, den Luftraum über Dresden zu sperren.

Entschärfung in der Regel unproblematisch

Funde von Weltkriegsbomben sind in Deutschland häufig. Auch mehr als 70 Jahre nach dem Krieg werden Blindgänger vor allem im Erdreich unter Großstädten und im Umfeld industrieller Anlagen entdeckt. In den weitaus meisten Fällen können die Experten der Kampfmittelbeseitigung die Fliegerbomben problemlos entschärfen oder aber durch kontrollierte Sprengung unschädlich machen.

Allerdings gab es auch folgenschwere Unglücke, bei denen Menschen durch Blindgänger zu Tode kamen oder schwerer Gebäudeschaden angerichtet wurde, etwa in Euskirchen (2014) und Göttingen (2010).

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Mai 2018 um 12:00 Uhr.

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