Bundesregierung stellt aktuelle Zahlen vor Mehr Frauen sterben an Drogen

Stand: 22.04.2014 12:15 Uhr

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf 944 und damit auf das niedrigste Niveau seit einem Vierteljahrhundert gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist es ein Minus von vier Prozent. Insgesamt wurde zuletzt 1988 eine niedrigere Zahl (670) an Drogentodesfällen gemeldet. Die meisten Drogenabhängigen starben an Vergiftungen wegen gleichzeitiger Einnahme verschiedener Substanzen.

Dramatisch allerdings ist die Situation bei den Frauen: Im vergangenen Jahr starben 177 und dmait 33 mehr als im Jahr zuvor. Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) äußerte sich besorgt: "Hier müssen wir sehen, ob die Angebote nicht ausreichend sind."

Steigende Umsatzzahlen bei Designerdrogen

Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans
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Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans stellte in Berlin die aktuellen Daten über Drogenmissbrauch vor.

Die Polizei ertappte erneut deutlich mehr Crystal-Konsumenten. Erstmals als Konsumenten des kristallinen Methamphetamins aufgefallen sind 2556 Menschen. Im Vorjahr waren es 1693.

Auch neue Designer-Drogen sind weiter auf dem Vormarsch. Gegen die in knallbunten Tütchen, die als vermeintliche Räucherkegel oder angebliches Badesalz auf den Markt drängen und oft riskante Substanzen enthalten, scheint es kein Mittel zu geben. "Bei sogenannten Designerdrogen gibt es steigende Umsatzzahlen", sagte der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke. Weil sich ihr Vertrieb finanziell lohne, sei auch künftig nicht mit einem Rückgang zu rechnen.

2012 wurden in Deutschland 24 illegale Labore zur Herstellung synthetischer Drogen beschlagnahmt. Das Problem ist, dass schon kleinere Veränderungen der molekularen Struktur aus einem verbotenen Stoff offiziell eine neue Substanz machen, die dann nicht unter bestehende Verbote fällt. Insgesamt wirkten die Beratungs- und Hilfsangebote gegen Rauschgiftmissbrauch, betonte Dyckmans.

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