Bundeswehrsoldaten in einem Getreidefeld  | Bildquelle: dpa

Kollision zweier Eurofighter Bundeswehr ermittelt nach Absturz

Stand: 25.06.2019 08:32 Uhr

Nach dem Absturz von zwei Eurofighter-Kampfjets führt die Bundeswehr die weiteren Ermittlungen zur Untersuchung der Unfallursache. Die Flugzeuge waren gestern zusammengestoßen. Ein Pilot starb, ein zweiter wurde verletzt.

Am Tag nach dem Absturz von zwei Eurofightern der Luftwaffe in Mecklenburg-Vorpommern mit einem getöteten Piloten geht die Ursachenermittlung weiter. Wie Luftwaffen-Sprecher Major Roman Ladenko sagte, wurde auch in der Nacht die Suche nach Wrackteilen und die Sicherung der Absturzstellen fortgesetzt.

Insgesamt sei die Zahl der beteiligten Bundeswehrangehörigen auf mehr als 300 erhöht worden. Sie ersetzen die gut 200 Polizeibeamten, die am Montagnachmittag unmittelbar nach der Flugzeugkatastrophe mit der Suche nach den Piloten und der Sicherung der Unglücksorte begonnen hatten, am späten Abend dann aber abgezogen wurden.

Christoph Kümmritz, NDR, zum Stand der Ermittlungen
Morgenmagazin, 25.06.2019

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Der General Flugsicherheit der Bundeswehr hat nach dem Absturz von zwei Eurofighter-Kampfflugzeugen in Mecklenburg-Vorpommern die Untersuchung der Unfallursache übernommen. Dazu gehöre auch die Auswertung der Flugdatenschreiber beider Maschinen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Die Bergung an den Absturzstellen sei selbst Teil der Untersuchungen. Der General Flugsicherheit ist eine Position mit eigener Abteilung im Luftfahrtamt der Bundeswehr.

Bundesregierung trauert

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig äußerte sich in Berlin "sehr bestürzt" über das Unglück. Zugleich dankte sie den vielen Rettungskräften, die vor Ort im Einsatz waren.

Auch die Bundesregierung hatte ihre Trauer über den Tod des Soldaten zum Ausdruck gebracht. Bei ihrem Besuch der Absturzstelle hatte sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zuvor bestürzt über den Tod eines Piloten gezeigt. Dies sei ein "Tag der Trauer. Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind vor allem bei seinen Angehörigen und seinen Kameradinnen und Kameraden", fügte von der Leyen hinzu.

Die Linkspartei fordert ein Ende der militärischen Luftkampfübungen in Mecklenburg-Vorpommern. Sie seien nicht nötig und stellten eine Gefahr für Menschen sowie eine Belastung für die Umwelt dar, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Oppositionsfraktion im Schweriner Landtag, Peter Ritter. "Wir erwarten eine zügige Aufklärung der Ursachen für das Unglück, damit ähnliche Vorfälle verhindert und weitere Gefahren für die Bevölkerung ausgeschlossen werden können."

Der CDU-Verteidigungsexperte Henning Otte verteidigte im Deutschlandfunk die Luftkampfübungen. "Die Bundeswehr muss dort üben, wo sie im Bedarfsfall auch verteidigt", sagte Otte. Er äußerte sein Unverständnis über die Forderung der Linkspartei.

Eurofighter-Pilot stirbt nach Kollision mit zweitem Jet
tagesthemen 21:47 Uhr, 24.06.2019, Martin Möller, NDR

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Schwerstes Bundeswehr-Unglück seit Jahren

Für die Bundeswehr ist es das schwerste Unglück in Deutschland seit Jahren. Es ist zudem der erste Absturz eines deutschen Eurofighters.

Der Unfall ereignete sich am Montag gegen 14 Uhr. Bei einer Übung in Mecklenburg-Vorpommern, an der insgesamt drei unbewaffnete Jets teilnahmen, stießen zwei von ihnen zusammen und stürzten auf unbewohntem Gebiet ab. Beide Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz aus ihren Jets befreien. Den Überlebenden fanden Sicherheitskräfte in einem Baum - dort hatte sich sein Fallschirm verfangen. Er wurde verletzt in die Uniklinik Rostock gebracht.

Die Maschinen gehörten zum Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff", das in Laage bei Rostock stationiert ist. Seine Hauptaufgabe ist die Ausbildung der deutschen Eurofighter-Piloten. Bei Bedarf ist das Geschwader gemeinsam mit zwei anderen Jagdverbänden auch für die Sicherung des deutschen Luftraums zuständig.

Hintergrund: Der Eurofighter

Der Eurofighter ist ein von Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien entwickelter Kampfjet. Die deutsche Luftwaffe unterhält nach eigenen Angaben 140 Maschinen. Der typischerweise einsitzige Jet ist 15,9 Meter lang und fliegt mit bis zu zweifacher Schallgeschwindigkeit. Er kann sowohl für Luft-Luft- als auch für Luft-Boden-Einsätze bewaffnet werden.

Um das einstige europäische Prestigeprojekt gab es unter anderem in Deutschland lange politische Diskussionen. So wurden neben den Anschaffungskosten von mehr als 100 Millionen Euro pro Jet mehrmals technische Mängel an dem Flugzeug kritisiert. Deutschland hatte 2015 auch deshalb die Abnahme weiterer Flugzeuge kurzfristig ausgesetzt.

Für den Export wird der Eurofighter als "Typhoon" vermarktet. Nach Hersteller-Angaben wurden bisher mehr als 500 Maschinen an sieben Länder ausgeliefert.

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 25. Juni 2019 um 06:07 Uhr.

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