Studenten sitzen in einem Hörsaal

Exzellenzinitiative geht in die dritte Runde Weitere Milliarden für Spitzenforschung

Stand: 22.04.2016 16:39 Uhr

Die Exzellenzinitiative zur Förderung von Spitzenforschung geht in die dritte Runde. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, den Wissenschaftsstandort Deutschland dauerhaft zu stärken - mit gut einer halben Milliarde Euro jährlich.

Die Exzellenzinitiative wird verlängert: Mit 533 Millionen Euro pro Jahr für Spitzenforschung wollen Bund und Länder den Wissenschaftsstandort Deutschland dauerhaft stärken. 385 Millionen Euro sollen künftig an insgesamt 45 bis 50 sogenannte Exzellenzcluster - Forschungsverbünde - fließen. Weitere 148 Millionen Euro gehen als zweite Förderlinie an acht bis elf besonders profilierte Exzellenz-Universitäten oder auch Hochschulverbünde. Das teilten Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und die Bremer Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt mit.

Länderchefs und Merkel müssen Projekt absegnen

Bremens Bildungssenatorin (li.) Eva Quante-Brandt und Bundesbildungsministerin Johanna Wanka sitzen nebeneinander an einem Tisch.
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Quante-Brandt (li.) und Wanka wollen Spitzenforschung in Deutschland weiter fördern.

Eigentlich sollte die Exzellenzinitiative Ende 2017 auslaufen. Das nun beschlossene Nachfolgeprojekt muss am 16. Juni noch von den Regierungschefs der Länder und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) abgesegnet werden. Die Kosten für das Elite-Programm teilen sich der Bund und die Länder weiterhin im Verhältnis drei Viertel zu ein Viertel, hieß es. Der Gesamtaufwand ist für beide Seiten nur unwesentlich größer als bisher.

Die seit 2006 mit bislang 4,6 Milliarden Euro bezuschusste Exzellenzinitiative solle "Spitzenforschung in Deutschland weiter nach vorn bringen", und zwar nachhaltig, sagte Wanka. Das Konzept habe auf Dauer Bestand, sei also nicht zeitlich begrenzt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. April 2016 um 14:36 Uhr.

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