Linda Teuteberg trat als Sprecherin für Migration der FDP-Bundestagsfraktion beim Treffen zum Politischen Aschermittwoch in Karlsruhe auf. | Bildquelle: dpa

FDP-Personalie Teuteberg soll Generalsekretärin werden

Stand: 17.04.2019 17:59 Uhr

Linda Teuteberg soll neue FDP-Generalsekretärin werden. Sie folgt auf Nicola Beer, die nach Brüssel geht. Teutebergs Nominierung wird auch als Zeichen in Richtung Ostdeutschland gesehen.

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg soll als Generalsekretärin in eine Spitzenposition der Liberalen kommen. FDP-Chef Christian Lindner schlug die 37-Jährige nach dpa-Informationen dem Präsidium zur Wahl auf dem Bundesparteitag Ende kommender Woche vor. Sie würde die bisherige Generalsekretärin Nicola Beer ablösen, die als Spitzenkandidatin ihrer Partei in die Europawahl am 26. Mai geht. Beer will zudem stellvertretende Parteivorsitzende werden.

Teuteberg ist verheiratet und gehört dem Bundestag seit der Wahl 2017 an. Von 2009 bis 2014 saß sie im brandenburgischen Landtag. Mitglied der FDP ist sie seit dem Jahr 2000. Die Juristin stammt aus Brandenburg.

FDP hat Landtage in Ostdeutschland im Blick

Mit der Kandidatin aus den neuen Bundesländern will FDP-Chef Lindner wohl auch ein Zeichen vor den im Herbst anstehenden wichtigen Wahlen in Ostdeutschland setzen. In Brandenburg, Sachsen und Thüringen wird ein neuer Landtag gewählt. In allen drei Bundesländern sind die Liberalen nicht im Landtag vertreten.

Teuteberg äußerte in der Vergangenheit zwar Verständnis für eine gewisse Unzufriedenheit im Osten, etwa wenn sie sagte: "Wie tiefgreifend und schnell der Strukturwandel im Osten war, das wird in Westdeutschland oft übersehen. Da wäre manchmal mehr Empathie und Respekt angebracht." Aber: "Andererseits muss man auch nicht Verständnis haben für manche unberechtigte Jammerei."

Als Innenpolitikerin profiliert

Teutebergs Rezept: "Wir dürfen Menschen keine falschen Versprechungen machen, sondern müssen Probleme ehrlich benennen und Lösungen anbieten. Dazu gehört zu sagen, dass auf dem Land vielleicht auch mal ein Krankenhaus schließen muss." Aber dann müssten eben Telemedizin und Breitbandausbau gefördert werden.

Dass sich Teuteberg bisher vor allem als Innenpolitikerin profilieren konnte, dürfte für die FDP im Osten ebenfalls von Bedeutung sein. Dort wird die Flüchtlingspolitik der Großen Koalition von Union und SPD und insbesondere von Kanzlerin Angela Merkel scharf kritisiert. So forderte die migrationspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion wiederholt die Bundesregierung auf, weitere Staaten als sichere Herkunftsländer einzustufen.

Teuteberg ist für eine klar geregelte Zuwanderung und die konsequente Durchsetzung der Ausreisepflicht, ohne das Recht auf Asyl aushöhlen zu wollen.

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