Der Bahnhof Flensburg ist nach der Messerstecherei in einem Zug abgesperrt. Foto: Lukas Knauer, NDR

Flensburg Messerstecherei in Zug - Angreifer erschossen

Stand: 31.05.2018 00:42 Uhr

Nach einer Messerstecherei in einem Zug am Bahnhof Flensburg ist laut Polizei der mutmaßliche Täter erschossen worden. Zwei Menschen, darunter eine Polizistin, wurden verletzt. Die Hintergründe des Angriffs sind unklar.

Nach einem Messerangriff in einem Intercity-Zug im Flensburger Bahnhof ist der mutmaßliche Täter erschossen worden. Ein Mann und eine Frau wurden nach ersten Erkenntnissen mit Messerstichen verletzt, wie die Flensburger Polizei mitteilte.

Bei der Frau handelt es sich um eine Polizistin, die nach dpa-Informationen in dem Intercity-Zug mitreiste. Die 22-Jährige habe nach derzeitigen Erkenntnissen ihre dienstliche Schusswaffe eingesetzt, teilte die Polizei mit. Die Einzelheiten des Vorfalls sind noch unklar. Bislang gibt es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Bundesinnenminister Horst Seehofer zeigte sich "tief bestürzt" über den Messerangriff. "Beiden Verletzten‎ gilt mein tiefes Mitgefühl und ich wünsche ihnen eine hoffentlich schnelle Genesung", erklärte Seehofer. Auch er wies darauf hin, dass die Hintergründe der Tat noch unklar seien. Dem Land Schleswig-Holstein bot Seehofer "jede gewünschte Hilfe" an.

Bahnhof zwischenzeitlich geräumt

Der Flensburger Bahnhof wurde vorübergehend geräumt, die Zufahrtsstraßen gesperrt. Inzwischen ist der Bahnhof laut Polizei wieder weitgehend freigegeben. Der Zugverkehr nach Flensburg wurde unterbrochen. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

Der IC 2406 war um 13.02 Uhr am Kölner Hauptbahnhof gestartet. Gegen 19 Uhr lief er am Bahnhof in Flensburg ein.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 30. Mai 2018 um 22:15 Uhr.

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