Gestrandete Passagiere am Flughafen Hamburg. | Bildquelle: dpa

Stromausfall Am Flughafen Hamburg geht nichts mehr

Stand: 03.06.2018 14:47 Uhr

Wegen eines Stromausfalls liegt der Flughafen Hamburg seit dem Vormittag lahm: Schalter und Informationssysteme funktionieren nicht mehr, Flüge aus dem In- und Ausland werden umgeleitet.

Der Hamburger Flughafen steht still: Wegen eines Stromausfalls am Vormittag ist der Betrieb am fünftgrößten Airport Deutschlands eingestellt, der sonntags gewöhnlich 200 An- und Abflüge abfertigt.

Gegen 10.00 Uhr morgens standen zunächst nur im Terminal 2 die Gepäckbänder und Schalter still, wenig später wurden dort auch die Geschäfte geschlossen und das Terminal geräumt.

Es bildeten sich lange Schlangen, Passagiere beklagten chaotische Zustände und fehlende Informationen. Anzeigen auf den Monitoren funktionierten nicht oder nur fehlerhaft.

Anouk Schollähn, NDR, zum Stromausfall am Hamburger Flughafen
tagesschau24 16:00 Uhr, 03.06.2018

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Dann auch Terminal 1 betroffen

Im Laufe des Vormittags breiteten sich die Auswirkungen des Kurzschlusses im System auf den gesamten Flughafen aus: Der Versuch, die Passagiere über das Terminal 1 abzufertigen, scheiterte, da auch dort die Klimaanlage ausfiel. Der gesamte Flughafen wurde geräumt, die Gestrandeten mussten sich vor dem Gebäude aufhalten. Daher wurde auch die Zufahrt zum Flughafen gesperrt.

Kurzschluss - wodurch?

Noch ist die Ursache des Kurzschlusses unklar. Eine Sprecherin des Flughafens sagte tagesschau.de, sie gehe davon aus, dass diese in Kürze ausgemacht sein sollte.

"Es ist eine Herausforderung", sagte eine andere Sprecherin des Airports auf Nachfrage von tagesschau.de. Da die technische Infrastruktur durch den Stromausfall lahmgelegt sei, fielen zeitweise auch die Telefone aus und die Internetseite könne nicht mit Informationen aktualisiert werden.

Alle ankommenden Flüge umgeleitet

Vorerst fänden keine Abflüge aus Hamburg statt, ankommende Maschinen aus dem In- und Ausland würden an Flughäfen in ganz Deutschland umgeleitet. Diese müssen sich voraussichtlich noch den gesamten Tag auf eine Mehrbelastung einstellen.

Eine Sprecherin des Flughafens Hannover bestätigte, dass bereits mehrere Maschinen mit dem Ursprungsziel Hamburg in der niedersächsischen Landeshauptstadt gelandet sind. Verzögerungen im Flugverkehr habe es dort bislang nicht gegeben.

Tausende Passagiere betroffen

Wie viele Fluggäste von den Auswirkungen des Stromausfalls betroffen sind, ist noch unklar - Augenzeugen berichten von Tausenden Gestrandeten.

Ungewiss ist auch, wie lange sich Passagiere, Crew und Mitarbeiter des Flughafens Hamburg nun gedulden müssen, bis der Schaden behoben ist.

1/5

Stromausfall am Hamburger Flughafen

Zahlreiche Flugreisende stehen während eines Stromausfalls im Flughafen.

Gegen 10 Uhr vormittags begann das Chaos. Zunächst war nur eines der beiden Terminals am Flughafen Hamburg betroffen. Wegen des Stromausfalls standen Gepäckbänder still, Schalter mussten schließen. Die Folge: Tausende Flugreisende strandeten am Airport - zunächst noch innerhalb des Gebäudes. | Bildquelle: dpa

Nach Hause gehen, die Bahn nehmen oder warten

Passagiere seien aufgefordert worden, das überfüllte Terminal zu verlassen, berichtet eine tagesschau.de-Redakteurin, die ebenfalls unter den Gestrandeten ist. Manchen Reisenden wurde empfohlen, wieder nach Hause zu fahren. Allerdings müsste bereits aufgegebenes Gepäck zurücklassen, da ohne Strom die Rückgabe über Gepäckbänder nicht abgewickelt könne.

Anderen, deren Reiseziel im Inland liegt, wurden Bahntickets nahegelegt, deren Kaufpreis später erstattet würde. Von dieser Möglichkeit machten etliche Passagiere Gebrauch, was dazu führte, dass nun auch der Hamburger Bahnhof und viele Züge überfüllt sind.

Der Flughafen forderte Reisende zudem auf, sich bei ihren Airlines über ihre Flüge zu informieren.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Juni 2018 um 13:15 Uhr.

Darstellung: